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Schweiz soll für arbeitslose EU-Grenzgänger zahlen

Eine Kursänderung der Europäischen Union könnte die Schweiz mehrere Hundert Millionen Franken kosten. Zugleich würde das Land attraktiver für Grenzgänger.

Die Schweiz zieht Arbeitskräfte aus dem Ausland an: Grenzposten St-Gingolph im Kanton Wallis. (Archivbild)
Die Schweiz zieht Arbeitskräfte aus dem Ausland an: Grenzposten St-Gingolph im Kanton Wallis. (Archivbild)
Olivier Maire, Keystone

Neue Pläne der Europäischen Union könnten in der Schweizer Arbeitslosenversicherung einen Kostenschub von mehreren Hundert Millionen Franken auslösen. Konkret geht es um Entschädigungen für Grenzgänger, bei denen die EU europaweit einen Systemwechsel anstrebt: Neu sollen Grenzgänger, die ihre Stelle verlieren, dort ­Arbeitslosengeld erhalten, wo sie das letzte Jahr gearbeitet haben. Derzeit ist dafür hauptsächlich ihr Heimatstaat zuständig. Dies berichtet die «NZZ am Sonntag».

Der Vorschlag, den die EU-Kommission diese Woche vorgestellt hat, würde die Schweiz mit zurzeit über 314’000 Grenzgängern stark tangieren. Heute profitiert sie davon, dass diese Grenzgänger zwar in der Schweiz Beiträge zahlen, im Falle eines Stellenverlusts aber die Heimatstaaten einen Grossteil der Kosten tragen.

Schweizer Ansätze höher als jene anderer Staaten

Derzeit muss die Schweiz für maximal fünf Monate ohne Arbeit aufkommen. Mit den neuen Regeln würde ihre Belastung stark steigen: Sie müsste in vielen Fällen länger zahlen als heute und zudem die Schweizer Ansätze ausrichten, die höher sind als jene vieler anderer Staaten. Damit würde die Schweiz nochmals attraktiver für Grenzgänger.

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