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Schweizer Premiere: Trolleybusse ohne Leitungen

Die Genfer Verkehrsbetriebe testen ab Mai 2013 ein neues Elektrosystem für ihre Busse. So sollen sie künftig ohne Oberleitungen auskommen können und sich an Ladestationen aufladen.

Fahrleitungen werden überflüssig: Eine Visualisierung.
Fahrleitungen werden überflüssig: Eine Visualisierung.

Oberleitungen ade: Die Genfer Verkehrsbetriebe (TPG) tüfteln seit mehr als einem Jahr an einem System, mit dem Fahrleitungen für Trolleybusse überflüssig werden. Mit von der Partie sind die ABB, die SIG (Services Industriels de Genève) und die Industriepromotion, wie die «Tribune de Genève» berichtet.

Wie funktioniert das neue System? An diversen Haltestellen stehen elektrische Aufladestationen für die Busse zur Verfügung. Die Fahrzeuge werden wahrscheinlich in ihrem oberen Teil mit Strom versorgt, wo sich eine Hochleistungsbatterie befindet. «In einigen Quartieren könnten die Ladestationen ihre Energie sogar über Solarpanels beziehen», sagt Jean-Luc Favre, Direktor von ABB Sécheron Genf, gegenüber der «Tribune de Genève».

Nicht teurer als das heutige System

Wie viel Zeit braucht es, um eine Batterie zu laden? Und wie viele Ladestationen wird es geben? ABB gibt sich bedeckt. So viel steht fest: Das System soll auf allen Linien der TPG und auf den Bussen mit grosser Kapazität eingesetzt werden. Diese können je bis zu 200 Personen befördern. Bei den Trams wird es mindestens während der nächsten zehn Jahre nicht zum Einsatz kommen, heisst es vonseiten der ABB.

Im Mai 2013 wird das neue System auf der Linie 5 zwischen Flughafen und Palexpo getestet. Diese Strecke wurde gewählt, weil dann der Weltkongress des Internationalen Verbands für öffentliches Verkehrswesen stattfindet. Kostenpunkt des Pilotversuchs: Fünf Millionen Franken inklusive Studien. Wie viel kosten Kauf und Unterhalt des neuen Antriebssystems? «Wir rechnen nicht mit höheren Kosten als beim heutigen System», sagt Philippe Anhorn, Sprecher der TPG.

Tribune de Genève

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