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Schweizer Städte testen Velostrassen

In einem Pilotversuch will der Bund Velostrassen prüfen. Auf gewissen Strassenabschnitten haben Velofahrende immer Vortritt gegenüber anderen Fahrzeugen.

Neue Routen geplant: Ein Velokurier bahnt sich seinen nicht gefahrlosen Weg durch Zürich. (Archivbild)
Neue Routen geplant: Ein Velokurier bahnt sich seinen nicht gefahrlosen Weg durch Zürich. (Archivbild)
Christian Beutler, Keystone

In sechs Schweizer Städten sollen sogenannte Velostrassen getestet werden. Auf diesen haben Velofahrende immer Vortritt gegenüber anderen Fahrzeugen, dies ungeachtet des Rechtsvortritts. Damit sollen Velofahrer schneller an ihr Ziel kommen.

Getestet werden die Velostrassen in den Städten Basel, Zürich, Luzern, St. Gallen, Bern und La Chaux-de-Fonds, wie das Bundesamt für Strassen (Astra) heute eine Mitteilung des Kantons Basel-Stadt bestätigte. Die Pilotprojekte sollen zeigen, ob die Einführung solcher Strassen in der Schweiz sinnvoll wäre.

Immer Vortritt

Auf den als Velostrassen gekennzeichneten Strassenabschnitten haben Velofahrende Vortritt gegenüber anderen Fahrzeugen, auch wenn diese von rechts kommen. Velofahrer dürfen zudem nebeneinander fahren. Die Strassen sind mit Signaltafeln und zwei Meter grossen Velosymbolen auf der Fahrbahn markiert.

Als Velostrassen eignen sich in erster Linie Quartierstrassen und Strassen in Tempo-30-Zonen, wie es beim Astra heisst. Velowege gibt es bereits in Holland, Belgien, Deutschland und Österreich.

Gesuche noch hängig

In der Schweiz wären für die Einführung rechtliche Anpassungen nötig. Für die Pilotversuche müssen daher Ausnahmebewilligungen erteilt werden. Die Gesuche sind gemäss Astra derzeit noch hängig.

Geplant sei jedoch, die Pilotversuche in den sechs Schweizer Städten noch im Sommer zu starten. Nach Ende der Pilotphase, die bis Herbst 2017 dauern soll, will das Astra einen Evaluationsbericht erstellen. Danach soll ein Entscheid über eine Einführung fallen.

(SDA)

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