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«Sie sagten, nicht für die Herkunft der Organe verantwortlich zu sein»

Schweizer Pharmafirmen sind in das chinesische Transplantationsgeschäft involviert. Die Erklärung von Bern fordert grösstmögliche Transparenz.

Trotz Beteuerungen der Regierung: Viele Menschenrechtsaktivisten fürchten, dass in China auch noch heute Organe von hingerichteten Häftlingen entnommen werden.
Trotz Beteuerungen der Regierung: Viele Menschenrechtsaktivisten fürchten, dass in China auch noch heute Organe von hingerichteten Häftlingen entnommen werden.

Seit Anfang Jahr ist in China die Organentnahme von hingerichteten Häftlingen verboten. Ist diese unethische Praxis tatsächlich unterbunden?

Patrick Durisch*: Das ist äusserst fraglich. Die chinesische Regierung hat zwar angekündigt, dass nur noch von lebenden und freiwillig zustimmenden Menschen Organe entnommen werden. Das Problem ist aber, dass alles sehr intransparent ist. Man kann heute nicht sicherstellen, dass diese Vorschriften wirklich eingehalten werden. Es stellt sich etwa die Frage, ob es freiwillig ist, wenn ein Häftling eine Erklärung unterzeichnet. Auf diese Frage gibt es in China keine Antwort.

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