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Skimming-Falle Tankstelle

Insgesamt hat 2012 die Anzahl von Skimmingfällen in der Schweiz deutlich abgenommen. Nur an einem Ort haben sie stark zugenommen: An der Tankstelle.

Insgesamt wurden im letzten Jahr in der Schweiz 369 Skimmingfällen registriert, darunter manipulierte Bancomaten, SBB-Automaten sowie Zahlterminals bei Tankstellen und bei den Detailhändlern wie etwa Coop oder Migros.

Im Vorjahr waren noch 586 Skimmingfälle verzeichnet worden. 2012 nun nahm insbesondere die Anzahl manipulierter Bancomaten stark ab. Die Transaktionsverarbeiterin SIX registrierte bei den in ihrem Zuständigkeitsbereich liegenden Bancomaten nur noch 177 Fälle von Manipulationen durch Kriminelle, im Gegensatz zu 489 im Jahr 2011.

Manipulierte Türöffnungssysteme

Eine entsprechende Meldung von Radio 1 bestätigte SIX-Sprecher Bernhard Wenger gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Dafür seien vermehrt Türöffnungssysteme zu Indoor-Bancomaten manipuliert worden, erklärte Wenger. Hier ist die Zahl der von SIX registrierten Fälle von 58 auf 87 geklettert. Da die Banken Anpassungen an den Türsystemen vornahmen, kam es in den letzten drei Monaten des Jahres 2012 allerdings zu keiner neuen Manipulation mehr, betonte der Sprecher.

Mehr Tankstellen betroffen

Stark zugenommen haben 2012 die Skimmingfälle bei Tankstellen, besonders bei den nicht überwachten. Hier stieg die Zahl der Manipulationen von SIX betriebenen Zahlterminals von 11 auf 93. Bei den Detailhandelsläden kletterte die Zahl von 4 auf 18. Hier komme es vor, dass sich die Betrüger über Nacht im Laden einschliessen liessen und sich dann in Ruhe den Zahlterminal an der Kasse vornähmen, so Wenger.

Alles in allem stieg damit die Zahl der «übrigen manipulierten Automaten und Zahlterminals» im letzten Jahr von 97 auf 192. Zieht man davon die 93 Vorfälle bei Tankstellen und die 18 Vorfälle bei den Detailhändlern ab, so bleiben 81 Manipulationen übrig, die unter anderem Skimmingfälle bei den SBB-Automaten betreffen.

«Stop Skimming»

Beim Skimming beschaffen sich Übeltäter mit Lesegeräten die Daten von Debit- und Kreditkarten, um Kopien davon herzustellen. Mit dem ausspionierten PIN-Code beziehen sie damit später im Ausland Geld. Seit März 2012 läuft in der Schweiz die nationale Präventionskampagne «Stop Skimming». Diese macht auf die mit Kartentransaktionen verbundenen Gefahren aufmerksam und zeigt Schutzmöglichkeiten für die Benutzer auf.

(SDA)

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