Zum Hauptinhalt springen

So viel Verkehr wie noch nie auf Schweizer Autobahnen

Auf dem Schweizer Nationalstrassennetz haben Autos, Lastwagen und Motorräder letztes Jahr fast 26 Milliarden Kilometer zurückgelegt. Damit hat sich der Verkehr seit 1990 mehr als verdoppelt.

Der Verkehr auf den Autobahnen nimmt Jahr für Jahr zu: Entwicklung der gefahrenen Kilometer auf den Nationalstrassen (rot), auf allen Strassen (grün), auf allen anderen Strasse (blau) und des Fahrzeugbestands (braun). (Grafik: Astra)
Der Verkehr auf den Autobahnen nimmt Jahr für Jahr zu: Entwicklung der gefahrenen Kilometer auf den Nationalstrassen (rot), auf allen Strassen (grün), auf allen anderen Strasse (blau) und des Fahrzeugbestands (braun). (Grafik: Astra)

Das Schweizer Nationalstrassennetz war 2011 so stark frequentiert wie noch nie zuvor: Auf den Autobahnen wurden fast 26 Milliarden Kilometer zurückgelegt, 2,8 Prozent mehr als 2010. Inzwischen wickelt sich mehr als 40 Prozent des Motorfahrzeugverkehrs über die Nationalstrassen ab.

Damit hat sich die Fahrleistung auf den Autobahnen seit 1990 mehr als verdoppelt, wie das Bundesamt für Strassen (Astra) in seinem neusten Jahresbericht zur Verkehrsentwicklung schreibt. Am stärksten belastet sind die A1 zwischen Genf und Lausanne sowie zwischen Bern und Winterthur und die A2 im Raum Basel.

Der Güterverkehr wickelt sogar 67,7 Prozent der gefahrenen Kilometer über Autobahnen ab. Am meisten Schwerverkehr wurde auf der A1 bei Oftringen/Rothrist mit 13'146 Lastwagen pro Werktag gemessen. Im Gotthard-Strassentunnel wurden 2011 pro Werktag 2541 Lastwagen registriert, rund 700 weniger als 2010.

20 Prozent mehr Staus

Der wachsende Verkehr schlägt sich in Verkehrsunterbrüchen und Staus nieder. 2011 wurden aufgrund von 12'325 Verkehrsmeldungen 19'149 Staustunden erfasst. Das sind 20 Prozent mehr als 2010. Die Autobahnen stossen gemäss Astra auf verschiedenen Abschnitten zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen.

Rund zwei Drittel oder 15'810 Staustunden wurden durch Verkehrsüberlastungen ausgelöst, dies entspricht einer Zunahme von 34 Prozent. Um 4 Prozent auf 2112 Stunden stiegen die unfallbedingten Staus. Gesunken ist hingegen die Staudauer wegen Baustellen, nämlich um 14 Prozent auf 1624 Stunden. Zurückzuführen ist diese Entwicklung laut Astra auf weitere Verbesserungen in der Bewirtschaftung der Baustellen.

Verschiedene Stau-Schwerpunkte

Problematisch ist die Stausituation vor allem auf der Nordumfahrung Zürich-Winterthur, wo 2011 an 349 Tagen Staus registriert wurde. Stark betroffen sind auch der Grossraum Baregg bei Baden AG, der Abschnitt Bern-Kriegstetten, die Umfahrung Genf und die Umfahrung Lausanne.

Vor dem Gotthard-Südportal wurden letztes Jahr an 182 Tagen Staus registriert, vor dem Nordportal an 150 Tagen. Die typischen Ferien- und Osterstaus, die sich früher auf einige Wochenenden konzentrierten, verteilen nun sich vermehrt über ganze Wochen.

Leichter Rückgang der Unfallzahlen

Letztes Jahr ereigneten sich auf Autobahnen und Autostrassen 1861 Unfälle mit Personenschaden. Dabei verunfallten 2714 Personen. 37 kamen ums Leben, 327 wurden schwer, 2350 leicht verletzt. Dies bedeutet einen leichten Rückgang gegenüber den Vorjahren. Die meisten Unfälle sind auf Unaufmerksamkeit zurückzuführen, die zweithäufigste Ursache ist zu nahes Aufschliessen. Fast die Hälfte dieser Unfälle waren Schleuder- oder Selbstunfälle.

Die meisten Unfälle ereigneten sich an Werktagen im dichten Morgen- respektive Abendverkehr. Samstags und sonntags ereignen sich im Vergleich zu den Werktagen mehr Unfälle in den frühen Morgenstunden.

Das Astra schränkt ein, dass die markante Zunahme der Verkehrszahlen wie bereits im Vorjahr teilweise statistisch bedingt ist. Die Erfassungsmethoden seien auch letztes weiter verfeinert worden. Verkehrsbehinderungen würden so Jahr für Jahr zuverlässiger erkannt.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch