Zum Hauptinhalt springen

Ständerat zaudert wie ein unschlüssiger Bräutigam

Das Hin und Her um die Abschaffung der steuerlichen Nachteile für Ehepaare nimmt eine weitere Wende. Der Ständerat versenkte am Mittwoch nach hitzigen Wortduellen den Gegenvorschlag, den er zuvor zweimal unterstützt hatte.

Soll ich? Soll ich nicht? Das fragte sich auch der Ständerat, der sich mit der CVP-Initiative gegen die «Heiratsstrafe» schwer tat.
Soll ich? Soll ich nicht? Das fragte sich auch der Ständerat, der sich mit der CVP-Initiative gegen die «Heiratsstrafe» schwer tat.
Getty Images

«Bis dass der Tod Euch scheidet»: So lang soll das Jawort vor dem Traualtar Gültigkeit haben, zumindest theoretisch. Politische Jaworte halten weniger lang, wie der Ständerat gestern bewies. Es ging um die «Heiratsstrafe», also um das Problem, dass rund 80000 Ehepaare massiv mehr Bundessteuer bezahlen müssen als ledige Paare in der gleichen Situation. Der Bund fand bisher trotz mehrerer Anläufe keine mehrheitsfähige Lösung. Deshalb macht die CVP Druck mit einer Volksinitiative, die zurzeit im Parlament für Wirbel sorgt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.