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«Steigen die Preise weiter, werden viele wieder Staus in Kauf nehmen»

Kurt Schreiber, Präsident von Pro Bahn Schweiz, erläutert, warum bei den SBB trotz zunehmenden Passagierzahlen die Tarife steigen. Im Gespräch mit Redaktion Tamedia zeigt er sich besorgt über die Entwicklung.

Es wird immer enger in den Zügen: Pendler beim Einsteigen am Hauptbahnhof Zürich.
Es wird immer enger in den Zügen: Pendler beim Einsteigen am Hauptbahnhof Zürich.
Keystone

Herr Schreiber, die SBB haben 2011 so viele Passagiere wie noch nie befördert. Auch das Konzernergebnis ist deutlich höher als im Vorjahr. Trotzdem werden die Tarife im Dezember teilweise happig steigen. Warum können die SBB den Erfolg nicht an die Kunden weitergeben?

Die Ausgaben der SBB setzen sich aus zwei Elementen zusammen. Zum einen ist das die reine Betriebsrechnung der SBB: Dort muss sie Gewinn erwirtschaften. Zum anderen muss sie aber beispielsweise auch für die Trassenbenutzung oder für die Schienenerstellung bezahlen. Daher muss jedes Jahr ein Defizit gedeckt werden. Dafür steuert der Bund Subventionen bei. Der Steuerzahler ist aber nicht bereit, Defizite in beliebiger Höhe zu berappen. Darum muss der Gewinn der SBB im Gesamtrahmen gesehen werden. Der Bund leistet Milliardenbeiträge – diese müssen reduziert werden, wo immer es möglich ist.

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