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Studenten dürfen länger schlafen

Die Hochschule Luzern und die SBB wagen ein Experiment: Neue Vorlesungszeiten sollen Pendlerzüge entlasten und während der Hauptverkehrszeiten mehr Sitzplätze in den Zügen schaffen.

Studenten dürfen dank des Pilotprojekts bald länger schlafen: Pendler im Bahnhof Luzern. (Symbolbild)
Studenten dürfen dank des Pilotprojekts bald länger schlafen: Pendler im Bahnhof Luzern. (Symbolbild)
Martin Ruetschi, Keystone

Die Hochschule Luzern passt ihre Vorlesungszeiten an und schafft so während der Hauptverkehrszeiten mehr Sitzplätze in den Zügen. Auf dem neu gegründeten Departement Informatik auf dem Campus Zug-Rotkreuz beginnen die Vorlesungen darum erst ab 9 Uhr und enden gestaffelt.

Während der Hauptverkehrszeiten ist das Bahnnetz in der Schweiz stark ausgelastet. 57 Prozent der Kunden pendeln während der Hauptverkehrszeiten an ihren Arbeitsort oder in die Schule, schreiben die SBB und die Hochschule Luzern in einer gemeinsamen Medienmitteilung vom Montag. In den Nebenverkehrszeiten sind die Züge hingegen deutlich weniger stark ausgelastet.

Weniger Studenten, mehr Platz in den Zügen

Dieses Potenzial will die Hochschule Luzern nutzen. In Zusammenarbeit mit den SBB passt sie den Beginn der Vorlesungen des neu gegründeten Departements Informatik in Rotkreuz an. Diese starten ab 9 Uhr und enden gestaffelt um 11.25 Uhr, 15.20 Uhr, 18 Uhr oder 20.55 Uhr.

Den Studenten stünden dadurch einerseits mehr Sitzplätze in den Zügen zur Verfügung, und sie könnten in Ruhe lernen oder sich auf Vorlesungen vorbereiten, wird René Hüsler, Direktor des Departements Informatik der Hochschule Luzern, in der Medienmitteilung zitiert. Andererseits ist dadurch die intensiv genutzte Strecke Luzern–Zug–Zürich weniger stark ausgelastet.

Erstes Projekt dieser Art

Laut eigenen Angaben ist die Hochschule Luzern die erste Bildungsinstitution in der Schweiz, die ihre Vorlesungszeiten zugunsten der Pendler anpasst. Seit Semesterbeginn im September sind es rund 1000 Studenten und Mitarbeiter auf dem Campus in Rotkreuz.

Rund 194'000 Studentinnen und Studenten waren 2014 an den zehn grössten Schweizer Hochschulen eingeschrieben. Laut Medienmitteilung zeigt eine Studie, dass gestaffelte Vorlesungszeiten durchaus einen Effekt auf die Pendlerspitzen hätten: Rund 18'500 oder 16 Prozent aller Studenten könnten so ausserhalb der Hauptverkehrszeit am Morgen zwischen 7 und 8 Uhr reisen.

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