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Trotz klarem Nein zur Einheitskasse wird weiter gestritten

Das Bundesparlament befasst sich mit Einheitskassen in einzelnen Kantonen, der Trennung von Zusatz- und Grundversicherung sowie einer Ausstandsregelung für Kassenvertreter.

«Die Debatte über eine öffentliche Krankenkasse war gerechtfertigt», sagte gestern Gesundheitsminister Alain Berset.  Das Resultat zeige, dass das System reformiert, aber nicht radikal verändert werden müsse.
«Die Debatte über eine öffentliche Krankenkasse war gerechtfertigt», sagte gestern Gesundheitsminister Alain Berset. Das Resultat zeige, dass das System reformiert, aber nicht radikal verändert werden müsse.
Keystone
Am 11.März 2007 hat das Schweizer Stimmvolk bereits über eine Einheitskasse abgestimmt. Die Volksinitiative «Für eine soziale Einheitskrankenkasse» hatte für die Grundversicherung eine einzige Krankenkasse einführen wollen. Doch nicht nur das: Die Initiative wollte auch einkommensabhängige Prämien einführen. Das Nein zur Initiative fiel wuchtig aus. 71,2 Prozent der Stimmberechtigten lehnten das Volksbegehren ab.
Am 11.März 2007 hat das Schweizer Stimmvolk bereits über eine Einheitskasse abgestimmt. Die Volksinitiative «Für eine soziale Einheitskrankenkasse» hatte für die Grundversicherung eine einzige Krankenkasse einführen wollen. Doch nicht nur das: Die Initiative wollte auch einkommensabhängige Prämien einführen. Das Nein zur Initiative fiel wuchtig aus. 71,2 Prozent der Stimmberechtigten lehnten das Volksbegehren ab.
Grafik BZ
Ignazio Cassis (links), FDP Tessin: «Dass das System Verbesserungspotenzial aufweist, ist unbestritten.»
Ignazio Cassis (links), FDP Tessin: «Dass das System Verbesserungspotenzial aufweist, ist unbestritten.»
Keystone
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Nicht ganz so deutlich wie vor sieben Jahren, aber klarer als erwartet sagt die Schweiz Nein zu einer Einheitskasse. Trotz der deutlichen Ablehnung von 61,9 Prozent sprachen die Initianten von einem Achtungserfolg und einem Warnschuss für die Krankenkassen. Starten sie nun gleich mit einer weiteren Initiative und hoffen, dass der stete Tropfen den Stein höhlt? «Nein», sagt SP-Kampagnenleiter Stefan Krattiger.

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