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Umfrage: Abzockerinitiative zieht davon

Zwei Wochen vor der Abstimmung unterstützen in einer Umfrage des «SonntagsBlicks» 57 Prozent der Stimmberechtigten die Abzockerinitiative – mehr als noch vor Vasellas 72-Millionen-Entschädigung.

Kommt seinem Ziel näher: Der Initiant der Abzockerinitiative, der parteilose Ständerat Thomas Minder. (Archivbild)
Kommt seinem Ziel näher: Der Initiant der Abzockerinitiative, der parteilose Ständerat Thomas Minder. (Archivbild)
Keystone

Knapp vierzehn Tage vor der Abstimmung zur Abzockerinitiative zeichnet sich eine Zustimmung der Stimmbevölkerung ab. In einer Umfrage der Zeitung «SonntagsBlick» unterstützen 57 Prozent der Befragten die Initiative Minders. Eine erste Befragung im Januar hatte einen Ja-Anteil von 54 Prozent ergeben.

Die Umfrage wurde zwischen vergangenem Dienstag und Samstag durchgeführt. Im Vergleich zu Mitte Januar grösser geworden ist aber auch das Nein-Lager: 37 Prozent der Befragten hätten das Begehren in der vergangenen Woche abgelehnt. Mitte Januar hatten erst 30 Prozent ein Nein einlegen wollen.

Empörung durch Vasella

Der Anteil der Unentschlossenen sank von 16 auf 6 Prozent. Das Meinungsforschungsinstitut Isopublic befragte 1377 Stimmberechtigte in der Deutschschweiz und in der Romandie. Abgestimmt wird am 3. März.

Am Freitag war bekannt geworden, dass Daniel Vasella nach seinem Rücktritt als Novartis-Verwaltungsratspräsident mit 72 Millionen Franken bezahlt wird. Diese Entschädigung löste weitherum Empörung aus.

Zeitungskommentatoren erwarteten, dass Vasellas Millionengage der Abzockerinitiative im Abstimmungskampf Auftrieb verschafft.

Wenig Verständnis von Schneider-Ammann

Auch der FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann zeigte auf Staatsbesuch in Mexiko wenig Verständnis für Vasellas Multimillionengage: «Das ist eine unschöne Situation», sagte der Bundesrat der «Tagesschau» von Schweizer Fernsehen SRF.

Das Schweizer Volk sollte jetzt nicht am 3. März das Kind mit dem Bade ausschütten. Der Bundesrat warb für den Gegenvorschlag. Es gehe um die längerfristige Sicherheit des Standortes Schweiz.

SDA/ses

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