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Und ewig lockt das Bundeshaus

In den Kantonen stehen die Kandidierenden Schlange für einen Platz im Nationalrat. Die Kantone Baselland, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz und Waadt verzeichnen je einen Rekord-Andrang. Nur ein Kanton schert aus.

Der Glanz des Bundeshaus lockt Tausende Schweizerinnen und Schweizer: Das Bundeshaus bei Nacht.
Der Glanz des Bundeshaus lockt Tausende Schweizerinnen und Schweizer: Das Bundeshaus bei Nacht.
Keystone

Im Kanton St. Gallen wollen 59 Politikerinnen und 117 Politiker in den Nationalrat gewählt werden - total 176 Kandidierende auf 15 Listen. Vor vier Jahren figurierten noch 231 Kandidierende auf 24 Listen für die Nationalratswahlen.

Keine Liste mehr eingereicht haben die Schweizer Demokraten (SD), die Katholische Volkspartei (KVP), die Umweltliberalen sowie eine Handvoll exotischer Gruppierungen. Auch die SP tritt mit zwei Listen weniger an als vor vier Jahren. Neu dabei ist aber die BDP.

Waadt vermeldet einen Rekord

Dafür verzeichnet der Kanton Waadt ein Rekordaufgebot an Kandidierenden. Mit 334 Männern und Frauen wollen soviele Personen in den Nationalrat wie noch nie zuvor. Sie kämpfen auf 22 Listen um 18 Sitze in der grossen Kammer. Vor vier Jahren waren es noch 224 Kandidierende auf 14 Listen.

Die Freisinnigen und die Liberalen präsentierten am Montag vier Listen. SP, Grüne, SVP und CVP versuchen ihr Glück mit je zwei, die glp mit einer Liste. Auch die Linke, La Gauche, hat zwei Listen eingereicht in der Hoffnung den Sitz von Josef Zisyadis zu verteidigen, welcher auf eine Wiederwahl verzichtet. Neu treten die Piratenpartei, die BDP und der Mouvement Citoyens Vaudois, ein Ableger der Genfer Protestbewegung MCG, an.

Begehrte Plätze in Bundesbern

Im Kanton Solothurn treten auf 22 Listen insgesamt 141 Personen an - auch dies ein Rekord. Vor vier Jahren zählte der Kanton 81 Kandidierende. Erstmals eine Liste eingereicht haben die Grünliberalen (glp), die BDP sowie CVP 60 und SVP International. Sie alle erhoffen sich einen der sieben Solothurner Sitze. Listenverbindungen gingen CVP, glp und EVP ein, FDP und BDP, SP und Grüne sowie SVP und EDU.

Auch im Kanton Schwyz sind die Nationalratssitze begehrt. 64 Frauen und Männer auf 17 verschiedenen Listen buhlen um einen der vier Sitze. 2007 waren es noch 48 Frauen und Männer, die in Bern politisieren wollten.

Für den Nationalrat treten die tonangebenden Parteien SVP, CVP, FDP und SP sowie deren Jungparteien an. Ferner kandidieren die Grünen, die BDP und die EVP. Dazu kommen eine Gewerkschaftsliste und eine Unternehmerliste, Listen mit Senioren (SVP), Auslandschweizern (SVP), Frauen (SP) und Atomgegnern (Grüne).

21 Kandidaten für 2 Sitze in Schaffhausen

Für die beiden Schaffhauser Nationalratssitze bewerben sich 5 Frauen und 16 Männer von 11 Parteien. Bei den Wahlen 2007 gab es 7 Listen mit 14 Kandidierenden. Mit Ausnahme der EDU figurieren auf allen elf Listen zwei Personen.

Die CVP, die 2007 nicht an den Nationalratswahlen teilnahm, ist dieses Mal wieder im Rennen. Neu beteiligen sich auch die JUSO, die Alternative Liste und die EDU. Zudem gibt es eine Auslandschweizer- Liste der SP; die FDP verzichtet auf eine solche.

Bereits beim Listenschluss in den Kantonen Aargau, Bern und Genf hat sich eine Rekordbeteiligung von Politikerinnen und Politikern an den Wahlen im Herbst abgezeichnet. Im Aargau kämpfen 280 Männer und Frauen um 15 Sitze. 2007 waren es 239.

Im Kanton Bern stieg die Anzahl Kandidaten von 514 vor vier Jahren auf 546 in diesem Jahr. Und im Kanton Genf wollen 170 Männer und Frauen in Bern politisieren. Vor vier Jahren waren es lediglich 97. Unverändert bleibt die Zahl Kandidierender in Zürich, wo dieses Jahr nur zwei weniger - insgesamt 802 - kandidieren als 2007.

SDA/pbe

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