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Urteilsspruch gegen Ex-Direktoren der Genfer Kantonalbank

Das Genfer Strafgericht hat den Ex-Generaldirektor und den Ex-Vizedirektor der Genfer Kantonalbank wegen Urkundenfälschung verurteilt. Das Finanzinstitut hatte einen Milliardenverlust erlitten.

Auf dem Weg ins Gericht: Marc Fues, Ex-Generaldirektor der Genfer Kantonalbank, zusammen mit seinem Anwalt Christian Luescher.
Auf dem Weg ins Gericht: Marc Fues, Ex-Generaldirektor der Genfer Kantonalbank, zusammen mit seinem Anwalt Christian Luescher.
Keystone

Das Genfer Strafgericht hat im Prozess um die Genfer Kantonalbank BCGE zwei der fünf Angeklagten verurteilt. Ex-Generaldirektor Marc Fues und Ex-Vizedirektor René Curti müssen wegen Urkundenfälschung 180 respektive 120 Tagessätze bezahlen. Auf der Anklagebank sassen auch der ehemalige Verwaltungsratspräsident Dominique Ducret sowie zwei Revisoren der Firma Ernst&Young. Sie wurden in dem Prozess, der in Genf als Verfahren des Jahrzehnts galt, freigesprochen.

Generalstaatsanwalt Daniel Zappelli hatte für alle fünf Angeklagten zweijährige Freiheitsstrafen auf Bewährung gefordert. Die Männer mussten sich wegen Urkundenfälschung und qualifizierter ungetreuer Geschäftsführung vor Gericht verantworten.

Die Rettungsaktion des Kantons

Ihnen wurde vorgeworfen, während dreier Rechnungsperioden von 1996 bis 1999 die Bilanz der Bank geschönt zu haben. Die damals herrschende Immobilienkrise bescherte der BCGE Milliardenverluste. Im Jahr 2000 flog alles auf. Der Kanton Genf musste eingreifen, um den Untergang der Kantonalbank zu verhindern.

Er gründete einen Fonds, der fünf Milliarden Franken an faulen Krediten übernahm. Die Bank, von ihren Immobiliengeschäften entlastet, konnte so wieder Fuss fassen. Die Rettung der BCGE kostete die Steuerzahlenden im Endeffekt 2,34 Milliarden Franken.

SDA/jak

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