VCS macht gegen zweite Gotthardröhre mobil

Eine zweite Röhre am Gotthard werde unweigerlich zu Mehrverkehr führen. Dieser Meinung ist der Verkehrs-Club der Schweiz und appelliert deshalb an Bundesrat und Parlament auf einen Bau zu verzichten.

Nadelöhr im Nord-Süd-Verkehr: Der Gotthard-Strassentunnel.

Nadelöhr im Nord-Süd-Verkehr: Der Gotthard-Strassentunnel.

(Bild: Keystone)

Der Verkehrs-Club der Schweiz (VSC) appelliert an den Bundesrat und das Parlament, auf den Bau einer zweiten Gotthardröhre zu verzichten. Die VCS-Delegierten verabschiedeten in Glarus eine entsprechende Resolution. «Mit einer zweiten Röhre ist Mehrverkehr programmiert», sagte VCS- Präsidentin Franziska Teuscher vor den Delegierten. Den Bau einer zweiten Gotthard-Röhre voranzutreiben, wäre nach Ansicht Teuschers auch ein «fatales Zeichen gegenüber Brüssel».

Mit der Resolution verlangen die VCS-Delegierten zudem, dass das Nationalstrassennetz nicht ausgeweitet wird. Auf die Glatttalautobahn sei ebenso zu verzichten wie auf die Oberlandautobahn im Kanton Zürich, eine zweite Autobahn in Morges VD und die Umfahrungen von Le Locle und La Chaux-de-Fonds im Neuenburger Jura.

Zentralvorstand gewählt

Weiter wählten die VCS-Delegierten den zehnköpfigen Zentralvorstand. Vier Sitze galt es neu zu besetzen, um die sich sieben Personen beworben hatten. Durchgesetzt haben sich schliesslich SP-Nationalrätin Evi Allemann (BE), die grüne Zürcher Kantonsrätin Gabi Petri, der Tessiner SP-Grossrat Bruno Storni und Erica Hennequin, Delegierte der Grünen im jurassischen Parlament durch.

Sie ersetzen Christine Gaillard, Peter Jans, Adrian Ruckstuhl und Martin Bäumle. Erneut zur Zentralpräsidentin gewählt wurde Franziska Teuscher. Die grüne Nationalrätin (BE) ist seit 2003 im Amt.

kpn/sda

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