Frau schlug Alarm, um Ehemann an Abflug zu hindern

Informationen aus Frankreich haben einen Polizeieinsatz am Genfer Flughafen ausgelöst. Wie jetzt bekannt wird, ging ein falscher Bombenalarm ein.

Wachsam: Polizisten am Genfer Flughafen. (27. Juli 2016)

Wachsam: Polizisten am Genfer Flughafen. (27. Juli 2016)

(Bild: «20 Minuten»-Leserreporter)

Wegen eines falschen Bombenalarms sind auf dem Flughafen Genf die Kontrollen verschärft worden. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Ausgelöst hatte den Alarm eine Frau, die nach eigenen Aussagen ihren Ehemann am Abflug hindern wollte.

Die Frau, die im französischen Annecy lebt, sagte den Ermittlern, sie habe am Dienstagabend beim Schweizer Zoll am Genfer Flughafen angerufen. Sie habe mitgeteilt, dass eine Person mit einer Bombe am Mittwoch im französischen Sektor des Flughafens sein werde. Dies teilte die Genfer Staatsanwaltschaft in einem Communiqué mit.

Am Morgen wurden deshalb die Reisenden kontrolliert, bevor sie das Flughafengebäude betraten. Passagiere wurden aufgefordert, rechtzeitig zum Flughafen zu kommen, damit die Kontrollen durchgeführt werden könnten.

Angespannte Lage

«Im aktuellen Umfeld nehmen wir sämtliche Informationen sehr ernst», sagte ein Mediensprecher der Genfer Kantonspolizei. Die Lage sei allerdings nicht derart schwerwiegend gewesen, dass man den Flughafen hätte schliessen müssen. Wegen der international angespannten Situation bleiben die Kontrollen am Flughafen verstärkt.

Gegen die Anruferin aus Frankreich wurde eine Strafuntersuchung eröffnet wegen Schreckung der Bevölkerung. Nach Angaben der Genfer Staatsanwaltschaft werden die schweizerischen und französischen Behörden mit Blick auf das Verfahren koordiniert arbeiten.

woz/sda

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