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Von machtvollen Kundgebungen zum Bratwurstfest

Seit Jahren sinkt der Anteil gewerkschaftlich organisierter Arbeitnehmer, während die Zahl der Erwerbstätigen steigt. Das Bild der aufbegehrenden Arbeiterklasse ist Gewerkschaftsnostalgie.

Gute Zeiten der GBI: Eine Kundgebung in Bern im Mai 1984.
Gute Zeiten der GBI: Eine Kundgebung in Bern im Mai 1984.
Keystone
Damals waren rund 873'000 Arbeitnehmer gewerkschaftlich organisiert: 1.-Mai-Demonstration im Jahr 1984 vor dem Bundeshaus in Bern.
Damals waren rund 873'000 Arbeitnehmer gewerkschaftlich organisiert: 1.-Mai-Demonstration im Jahr 1984 vor dem Bundeshaus in Bern.
Keystone
Menschen demonstrieren am Mittwoch, 1. Mai 2013, dem Tag der Arbeit, in Zuerich. (Keystone/Steffen Schmidt)
Menschen demonstrieren am Mittwoch, 1. Mai 2013, dem Tag der Arbeit, in Zuerich. (Keystone/Steffen Schmidt)
Keystone
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Das Glück des Landes ist das Pech seiner Gewerkschaften. Zu gut sind die Arbeitsbedingungen in der Schweiz, als dass es zu grösseren Arbeitskämpfen käme. 1.-Mai-Veranstaltungen sind keine machtvollen Kundgebungen, sondern gemütliche Bratwurstfeste. Der Publikumsaufmarsch hängt vom Rahmenprogramm ab. Die Basis drängt es nicht auf die Strasse. Dort, wo der Tag der Arbeit überhaupt noch begangen wird, muss sie mühsam zusammengetrommelt werden. Das Bild von der aufbegehrenden Arbeiterklasse ist Gewerkschaftsnostalgie.

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