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Was Davoser vom Knall im Posthotel wissen

Davos rätselt über die Detonation im Posthotel. Ein deutscher Twitterer sass im Gebäude, als es «bums» machte. Derweil empfängt das WEF heute zwei weitere Stargäste.

Aufregung nach der Detonation am Donnerstagmorgen: Sicherheitskräfte vor dem Davoser Posthotel.
Aufregung nach der Detonation am Donnerstagmorgen: Sicherheitskräfte vor dem Davoser Posthotel.
Keystone

Von einer kleinen Detonation war am Donnerstagmorgen die Rede, als es im Morosani Posthotel in Davos knallte. Die Polizei erklärte an einer Medienorientierung, Feuerwerkskörper seien im Kellergeschoss des Hotels gezündet worden. Zwei Scheiben gingen zu Bruch. Mehr an Information gab es dazu nicht. Die Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen und wird vorerst nichts zum Fall sagen.

In Davos wird inzwischen gerätselt, was im Keller des Posthotel wirklich geschah. Wie Redaktion Tamedia aus zuverlässiger Quelle erfuhr, wurden nicht nur zwei Scheiben, sondern auch drei metallene Personalschränke beschädigt. Wäre jemand im Raum gewesen, hätte er mindestens einen Gehörschaden davongetragen, ist sich ein Davoser sicher. Die Detonation - offenbar in einem Raum, der vom Personal als Raucherraum benützt wurde -, sei von den im Gebäude anwesenden Personen deutlich wahrgenommen worden, heisst es.

Es wird eng in der Alpenstadt

«Hier im Pöstli hats grad Bum gemacht und es riecht komisch», twitterte Thorsten Ellmers kurz nach 9 Uhr. Wenige Augenblicke später: «Ist der Herd explodiert, oder hat jemand noch ne Neujahrsrakete steigen lassen, hat zwar ordentlich bums gemacht.» Aus dem Schreiben der Bekenner muss geschlossen werden, dass die Detonation mit einem Zeitzünder ausgelöst wurde. Demnach hätte das Feuerwerk am frühen Morgen um sechs Uhr hochgehen sollen.

Nach der WEF-Eröffnungsnacht von Mittwoch auf Donnerstag, hat der Aufmarsch in der vergangenen Nacht in Davos nochmals deutlich zugenommen. Im Steigenberger Belvédère war Geduld bereits an der Garderobe gefragt. Der Zustrom der Wirtschaftselite verdichtet sich. Josef Ackermann ist der auffälligste. Schon gestern drehte er emsig seine Runden, immer sein Siegerlächeln im Gesicht. Swiss-Life-Präsident Rolf Dörig machte am Donnerstag seine Aufwartung.

Cameron macht sich rar

Nachdem gestern Ex-US-Präsident Bill Clinton an der Burda-Night auftauchte, warteten die Belvédère-Besucher auf den britischen Premier David Cameron. Doch der machte sich rar. Bis Mitternacht war er nicht zu sehen. Dies obwohl überall gemunkelt wurde, der Tories-Chef würde sich noch zeigen.

Zu den Abwesenden zählen heuer die Israelis. Nach dem Tod seiner Frau Sonia am 20. Januar, sagte Präsident Shimon Peres, ein Dauergast am Wef, die Reise in die Schweizer Alpen ab. Ebenso fehlt die jordanische Königin Rania. «Der Sonnenschein», wie sie hier oben in Davos von den Hoteliers liebevoll genannt wird, ist ebenfalls seit Jahren Stammgast im Landwassertal.

Bono und Bill Gates reisen an

Mehr Prominenz hat sich auf Freitag angekündigt. Heute sollen U2-Frontman Bono und Microsoft-Gründer Bill Gates nach Davos kommen.

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