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Welche Gemeinde am meisten Schweizer macht

Die Zahl der Einbürgerungen dürfte mit der Revision des Bürgerrechts deutlich sinken. Das prognostiziert eine neue Studie. Im Gemeindevergleich vergeben zwei Berner Orte am meisten rote Pässe.

Urs Lüthi kann sich auf Anhieb keinen Reim darauf machen: Seine Gemeinde Burgdorf, in der er die Einwohner- und Sicherheitsdirektion leitet, hat für die Jahre 2005 bis 2010 die höchste Einbürgerungsquote aller Schweizer Kommunen – also am meisten Einbürgerungen im Verhältnis zur ausländischen Bevölkerung (siehe Tabelle). Das zeigt eine gestern präsentierte Studie der Uni Genf, die im Auftrag der Eidgenössischen Kommission für Migrationsfragen (EKM) die Einbürgerungszahlen der letzten 20 Jahre analysiert hat.

Die Autoren der Studie mutmassen, der hohe Burgdorfer Wert lasse sich «vielleicht» mit dem grossen Anteil von Migranten aus dem Balkan und der Türkei erklären, die sich häufiger einbürgern lassen als Angehörige anderer Nationen. Tatsächlich ist die Erklärung aber weit simpler: Bis 2005 sei schlicht eine ganze Reihe von Gesuchen liegen geblieben, sagt Urs Lüthi nach der Abklärung: «Diese Pendenzen haben wir dann gezielt abgebaut.»

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