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Wer neu Auto fährt, darf auf mildere Regeln hoffen

Erst beim zweiten schweren Verstoss soll es eng werden: Die Verkehrskommission des Ständerats will die Bestimmungen für Lenker mit dem Fahrausweis auf Probe lockern.

Zweiphasenausbildung: Ein junger Mann an einem Ausbildungstag für Neulenker. (Archivbild)
Zweiphasenausbildung: Ein junger Mann an einem Ausbildungstag für Neulenker. (Archivbild)
Keystone

Wenn ein Autofahrer mit einem Führerausweis auf Probe zweimal gegen das Gesetz verstösst, soll der Ausweis künftig nur noch dann verfallen, wenn auch die zweite Widerhandlung schwer oder mittelschwer ist. Die Verkehrskommission des Ständerates (KVF) beantragt ihrem Rat, eine Motion des ehemaligen Nationalrates Oskar Freysinger (SVP, VS) anzunehmen, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Die heutige Regel sei unverhältnismässig, argumentierte Freysinger.

Sie sieht Folgendes vor: Wenn der Autofahrer mit einem Führerausweis auf Probe eine erste schwere oder mittelschwere Widerhandlung begeht, wird ihm der Ausweis für eine bestimmte Zeitdauer entzogen, und die Probezeit wird um ein Jahr verlängert. Nach der zweiten Widerhandlung während der Probezeit verfällt der Führerausweis – unabhängig davon, wie schwer die Widerhandlung ist.

Freysinger nennt als Beispiel eine geringe Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit. Er gibt zu bedenken, dass der Verfall des Führerausweises eine Sperrfrist von einem Jahr zur Folge habe. Der Betroffene müsse dann ein verkehrspsychologisches Gutachten vorlegen und alle Prüfungen nochmals ablegen.

SDA/woz

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