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Wie Amherd in einer Geheimaktion den Armeechef auswählte

Die Verteidigungsministerin übergab dem Bundesrat am Dienstagabend einen streng geheimen Umschlag. Und: Auch eine Frau war im Rennen.

Viola Amherd wies den Bundesrat an, auch engste Mitarbeiter nicht über ihren Vorschlag zu infomieren, um Lecks zu verhindern. Foto: Keystone

Viola Amherd wies den Bundesrat an, auch engste Mitarbeiter nicht über ihren Vorschlag zu infomieren, um Lecks zu verhindern. Foto: Keystone

Beni Gafner@Tamedia

Die verwaltungsinternen Umstände zur Wahl des neuen Chefs der Armee durch den Bundesrat waren aussergewöhnlich. Verteidigungsministerin Viola Amherd (CVP) klassifizierte das Personalgeschäft auf maximaler Stufe als «geheim». Dass an der gestrigen Bundesratssitzung überhaupt ein neuer Chef der Armee bestimmt werden sollte, wussten nur wenige. Um wen genau es sich auf Vorschlag Amherds handeln soll, das erfuhren sogar die sechs Bundesratskolleginnen und -kollegen Amherds erst am Dienstagabend, nachdem ihnen ein Weibel einen geheimen Umschlag übergeben hatte. Die anderen Bundesrätinnen und Bundesräte hielten sich offensichtlich an Amherds Anweisung, auch engste Mitarbeiter im persönlichen Umfeld nicht über die Beförderungsabsichten der Verteidigungsministerin zu informieren. Lecks gab es so für einmal keine – bis nach der Bundesratssitzung.

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