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Wie die Berner in Zürich halfen, den Winter zu vertreiben

Die Berner haben am Zürcher Sechseläuten nicht nur Werbung gemacht für Käse und Meringue. Regierungspräsident Pulver nutzte den Gastauftritt auch, um zu erklären, warum Bern das Geld aus dem Finanzausgleich braucht.

Ohne die Ehrenformation geht gar nichts. Mit der Berner Kantonsfahne führte sie gestern die Delegationen des Gastkantons durch die Strassen Zürichs zur Sechseläutenwiese. Tausende Schaulustige säumten ihren Weg und trotzten dem nasskalten Wetter in der Hoffnung, dass nun der Frühling kommt.
Ohne die Ehrenformation geht gar nichts. Mit der Berner Kantonsfahne führte sie gestern die Delegationen des Gastkantons durch die Strassen Zürichs zur Sechseläutenwiese. Tausende Schaulustige säumten ihren Weg und trotzten dem nasskalten Wetter in der Hoffnung, dass nun der Frühling kommt.
Christian Pfander
Historische Sujets gehören ebenso zum Sechseläuten-Umzug.
Historische Sujets gehören ebenso zum Sechseläuten-Umzug.
Christian Pfander
Ganz in Weiss: Der Berner Mundartrocker Gölä wurde von der Zunft zum Weggen (ursprünglich Bäcker und Müller) eingeladen.
Ganz in Weiss: Der Berner Mundartrocker Gölä wurde von der Zunft zum Weggen (ursprünglich Bäcker und Müller) eingeladen.
Christian Pfander
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Nachdem sich der Kanton Bern im Oktober an der Olma in St.Gallen präsentiert hatte, hatte er in den letzten Tagen in Zürich wieder Gelegenheit dazu. Er war Gast am Zürcher Sechseläuten. Eine ganze Reihe prominenter Bernerinnen und Berner lief gestern im Umzug mit den verschiedensten Zünften als Ehrengäste mit: von Bundesrat Johann Schneider-Ammann bis zu Gölä, von der Snowboarderin Tanja Frieden bis zum Berner Regierungspräsidenten Bernhard Pulver (Grüne). Letzterer nutzte seinen Auftritt vor der Zunft Hard für eine launige Rede, in der er die Zürcher offenbar davon überzeugen konnte, weiterhin gerne zugunsten der Berner in den Finanzausgleichstopf einzuzahlen. «Souverän und staatsmännisch» habe Pulver gesprochen, lobte jedenfalls der Zünftler Albert Werz und konnte nach Pulvers Ansprache in den Geldflüssen keine Ungerechtigkeit mehr ausmachen. Er habe sich den Unterschied zwischen Zürich und Bern vor Augen führen lassen: Während ein Zürcher nach einer Stunde Fahrzeit in einem andern Geberkanton sei, befinde sich ein Berner nach einer Stunde immer noch im Kanton Bern, habe Pulver gesagt. Den Zürchern hat das imponiert.

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