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Windräder können Kopfweh verursachen

Gefährlich sind Windkraftanlagen nicht – aber sie können bei Anwohnern zu Stress und Kopfschmerzen führen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie aus dem Kanton Jura.

Auf dem Mont Crosin im Berner Jura steht die grösste Windkraftanlage der Schweiz: Windturbinen im Grünen. (20. April 2007)
Auf dem Mont Crosin im Berner Jura steht die grösste Windkraftanlage der Schweiz: Windturbinen im Grünen. (20. April 2007)
Keystone
1986 wurde in der Schweiz der erste Windpark in Betrieb genommen: Windturbinen auf dem Stöckli in Andermatt. (4. Juli 2011)
1986 wurde in der Schweiz der erste Windpark in Betrieb genommen: Windturbinen auf dem Stöckli in Andermatt. (4. Juli 2011)
Keystone
Die Planung von Windparks wird oft durch Einsprachen und Rekurse verzögert: Windräder in Collonges im Wallis. (2006)
Die Planung von Windparks wird oft durch Einsprachen und Rekurse verzögert: Windräder in Collonges im Wallis. (2006)
Keystone
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Windstromanlagen verursachen laut einer vom Kanton Jura in Auftrag gegebenen Studie keine ernsten Gesundheitsrisiken. Sie können aber das Befinden von Anwohnern beeinflussen. Die jurassische Regierung will daher künftig eine Reihe von Empfehlungen beachten.

Die Regierung hatte die heute Donnerstag vorgestellte Gesundheitsverträglichkeitsstudie im Zuge der Erarbeitung ihrer Energiestrategie erstellen lassen. Verfasst wurde sie von der Umweltorganisation Equiterre auf der Grundlage internationaler wissenschaftlicher Dokumentationen zum Thema.

Irritationen, Stress und Kopfschmerzen

Gemäss derzeitigem Wissen verursachten Windanlagen keine ernsten Gesundheitsschäden, könnten aber einen sehr schwachen bis schwachen Einfluss auf die Gesundheit haben, wie Gesundheitsdirektor Michel Thentz das Ergebnis zusammenfasste. Sie bewirkten nicht direkt körperliche Beeinträchtigungen, könnten sich aber aufs Wohlbefinden auswirken und ein Gefühl sinkender Lebensqualität entstehen lassen.

Diese Beschwerden der Leute müssten ernst genommen werden, sagte Natacha Litzistorf von Equiterre. So kann etwa die Lärmbelästigung bei Anwohnern Irritationen, Stress oder gar Kopfschmerzen auslösen. Begleitet wird dies manchmal durch andere Faktoren wie die Landschaftsbeeinträchtigung.

Mit Blick auf gute Projekte und die Akzeptanz der Bevölkerung sei es daher wichtig, eine Reihe von Richtlinien betreffend Lärm, Schattenwurf. Sicherheit oder Landschaftsschutz zu beachten, hielt die Regierung fest. Gemäss Umweltschutzdirektor Philippe Receveur ist die Studie ein nützliches Instrument für künftige Entscheide.

SDA/ami

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