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Zisyadis soll wegen Aussagen zu Steuerflucht in Athen antraben

Der ehemalige Nationalrat Josef Zisyadis hat eine Vorladung des griechischen Parlaments erhalten. Zuvor hatte er Politiker der Komplizenschaft mit Steuerhinterziehern bezichtigt.

Könnte bald in Richtung Athen fliegen: Josef Zisyadis am Flughafen Genf. (14. Januar 2010)
Könnte bald in Richtung Athen fliegen: Josef Zisyadis am Flughafen Genf. (14. Januar 2010)
Keystone

Brisante Post aus Athen: Josef Zisyadis (PdA/VD) wird eingeladen, innerhalb von zwei Wochen vor einer Kommission des griechischen Parlaments auszusagen. Die Einladung folgt auf Aussagen von Zisyadis im griechischen Fernsehen, worin er die Trägheit von Athen beim Aushandeln eines allfälligen Steuerabkommens mit der Schweiz anprangerte.

Zisyadis sagte in der am 16. November ausgestrahlten Sendung, für «die griechischen Abgeordneten von links wie von rechts» stünde selber zu viel auf dem Spiel, als dass die Verhandlungen Fortschritte erzielen könnten.

Der Linksaussen-Politiker wurde von der Kommission zur Kontrolle der Wirtschaft, der Parteien und der Abgeordneten nach Athen geladen, wie er der Nachrichtenagentur sda sagte. Über die Einladung hatte am Samstag die Zeitung «Tribune de Genève» berichtet.

Zisyadis: Aussagen haben etwas ausgelöst

Er wisse noch nicht, ob er der Einladung Folge leisten werde, sagte Zisyadis. Seine Äusserungen hätten aber bereits etwas bewegt: «Der griechische Parlamentspräsident hat um die Vollmacht für die Untersuchung von auf Schweizer Konten liegenden Gelder griechischer Abgeordneter ersucht.»

Und die ersten Abgeordneten hätten sich bereits gegen eine solche Vollmacht ausgesprochen. Seine Arbeit sei damit erledigt, sagte Zisyadis. Er sei aber «offen für Diskussionen».

SDA/rub

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