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«Zum Parkieren schmutziger Gelder eignen sich Immobilien schon»

Das Bundesamt für Polizei hat heute seinen Jahresbericht publiziert: Er zeigt, dass reiche Ausländer, oft aus der Ex-Sowjetunion, hierzulande Immobilien kaufen. Was sagt Geldwäscherei-Experte Mark van Thiel dazu?

Begehrte Objekte für ausländische Investoren, auch für solche mit schmutzigem Geld: Immobilien am Zürichsee.
Begehrte Objekte für ausländische Investoren, auch für solche mit schmutzigem Geld: Immobilien am Zürichsee.
Keystone

In seinem Jahresbericht hält Fedpol im Kapitel «Organisierte Kriminalität» fest, dass «zahlreiche finanzkräftige Bürger der GUS, darunter auch Personen mit mutmasslichen Verbindungen zu kriminellen Organisationen», in die Schweiz kommen und hohe Summen in den Schweizer Immobilienmarkt investierten. Ihre Einschätzung?

Es überrascht mich nicht, dass Investoren aus dem Ausland Immobilien in der Schweiz kaufen. Dass es Personen der GUS sind überrascht ebenso wenig. Es gibt viele Bürger jener Länder, die etwa im Rohstoffgeschäft ein Vermögen anhäufen konnten und in Länder mit stabileren Konditionen gehen möchten. Die Schweiz ist, was die politische, wirtschaftliche und rechtliche Sicherheit betrifft, ein sehr stabiles Land. Der Run auf Schweizer Immobilien ist nachvollziehbar. Der Immobilienmarkt verzeichnet derzeit eine stark überhöhte Nachfrage und übersteigerte Preise. Das zieht Investoren an, auch solche, die ihr Vermögen aus illegalen Quellen haben.

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