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Zwischen den Kantonen soll weniger Geld fliessen

Geht es nach dem Bundesrat, müssen die «reichen» Kantone und der Bund ab 2016 etwas weniger Geld in den Finanzausgleich einzahlen. Das Nachsehen hätten die Empfängerkantone. Bern zum Beispiel müsste auf 80 Millionen Franken verzichten.

Sie bieten der Mehrheit die Stirn: Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und Serge Gaillard, Leiter der Finanzverwaltung, erklären, warum der Bundesrat den Finanzausgleich eindämmen will.
Sie bieten der Mehrheit die Stirn: Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und Serge Gaillard, Leiter der Finanzverwaltung, erklären, warum der Bundesrat den Finanzausgleich eindämmen will.
Keystone

Uri ist das Mass der Dinge. Uri ist seit Jahren der ärmste Kanton der Schweiz – oder in der Sprache des Finanzausgleichs: Uri hat das tiefste Ressourcenpotenzial. Nirgends sonst sind die Einkommen und Firmengewinne, auf denen der Kanton Steuern erheben kann, tiefer als hier. Der neue Finanzausgleich, der 2008 eingeführt wurde, hat das Ziel, das Ressourcenpotenzial des ärmsten Kantons auf ein Niveau von 85Prozent des Schweizer Durchschnitts anzuheben. Im Jahr 2014 erreichte Uri aus eigener Kraft ein Niveau von 61 Prozent des Durchschnitts aller Kantone. Dank den Zahlungen des Bundes und der finanzkräftigen Kantone wurde Uri dann aber auf 87 Prozent angehoben. Sprich: Der Finanzausgleich hat das Ziel «übererfüllt». Das war auch schon im Vorjahr so, als Uri einen Wert von 86 Prozent erreicht hatte.

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