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Kunst in den BergenSeelenstärkung abseits der Pisten

Die Museen sind zu, aber in schwierigen Zeiten erweitern Galerienausstellungen wie die von Philip Guston in St. Moritz den Horizont.

Jetzt in St. Moritz zu sehen: «Musa», das Haarscheitel-Porträt von Philip Gustons Frau Musa McKim aus dem Jahr 1975.
Jetzt in St. Moritz zu sehen: «Musa», das Haarscheitel-Porträt von Philip Gustons Frau Musa McKim aus dem Jahr 1975.
©The Estate of Philip Guston

Seit einigen Jahren schon etablieren sich die Schweizer Ski-Ressorts als Orte der Kunst, mit Galerien, Ausstellungen und Museen. Das steht auch im Zusammenhang mit der Sorge um den Schnee – als ein Plan B, falls die Pisten nicht so zuverlässig wie bisher weiss werden würden. Im Engadin und im Berner Oberland funktioniert das bestens, denn gerade die Klientel von Gstaad und St. Moritz diskutiert beim Après-Ski (oder anstatt Ski) gerne über die Feinheiten der zeitgenössischen Werke.

Im Jahr der Pandemie stiehlt allerdings der Plan A, also beschneite Skipisten, dem Plan B die Schau. Kulturorte wie das Muzeum Susch der polnischen Sammlerin Grazyna Kulczyk, das Segantini-Museum in St. Moritz oder eine Louise-Bourgeois-Schau der Galerie Hauser & Wirth am Flughafen von Gstaad (Tarmak) sind geschlossen. Galerien immerhin dürfen mit einem strengen Schutzkonzept eine beschränkte Anzahl Besucher hineinlassen, und das ist ein Glücksfall. Die Begegnung mit grossartiger Kunst bietet nämlich genau jene Stärkung der Seele, die in diesem schwierigen Winter nottut. Steht man etwa vor den Bildern des amerikanischen Malers Philip Guston bei Hauser & Wirth in St. Moritz, drängen sich einem sofort Gedanken auf, die den Horizont weit über die aktuellen Schwierigkeiten hinweg öffnen.

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