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Literatur aus Grossbritannien Sie zeigt die vielen Gesichter des Rassismus

In ihrem preisgekrönten Roman «Mädchen, Frau etc.» zeigt Bernardine Evaristo an einem Dutzend Porträts die Vielfalt schwarzen Lebens in England. Nun ist das Buch auf Deutsch erschienen.

Bernardine Evaristo ist eine der einflussreichsten Intellektuellen Grossbritanniens.
Bernardine Evaristo ist eine der einflussreichsten Intellektuellen Grossbritanniens.
Foto: David Levenson

Rassismus ist ein weiter, ein grober Begriff. Er umfasst von Lynchmorden in den USA bis zur gut gemeinten Frage an einen dunkelhäutigen Taxifahrer, woher er denn komme, alle realen, aber auch alle als solche empfundenen Diskriminierungen aufgrund der Hautfarbe. Mit Sexismus verhält es sich ebenso.

Bernardine Evaristos Roman «Mädchen, Frau etc.», der jetzt auf Deutsch erschienen ist, wird dieser Spannweite gerecht – und tut das, was Literatur am besten kann: Er widmet sich dem Besonderen statt dem Allgemeinen, dem Genauen statt dem Abstrakten – also dem Einzelfall. Natürlich ist Rassismus wie Sexismus strukturell verankert in traditionell patriarchalischen, weiss dominierten Gesellschaften. Aber ausgeübt wird er an und erlebt und beantwortet von Individuen. Von jedem und jeder auf seine, auf ihre Weise.

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