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Skandalöse Zustände auf Schweizer Bauernhöfen

Schweinekadaver, todkranke Rinder und hungernde Kälber – wochenlange Recherchen zeigen Missstände auf Hunderten Betrieben.

Kein Auslauf, zu wenig Platz: Manche Bauern kümmern sich wenig um das Wohl ihrer Tiere. Foto: Tier im Fokus

Kein Auslauf, zu wenig Platz: Manche Bauern kümmern sich wenig um das Wohl ihrer Tiere. Foto: Tier im Fokus

Stolz streckt der Bauer eines seiner Ferkel in die Kamera. Das Tier stehe für Wohlstand und Reichtum, schreibt die Zürcher Lokalzeitung später unter das Bild. «Und natürlich für Glück.»

Auf den Landwirt traf das zu: Gut 50 000 Franken Direktzahlungen erhielt er jedes Jahr vom Bund, den Grossteil davon für besonders tierfreundliche Stallhaltung. Doch in Wirklichkeit vernachlässigte und quälte er seine Schweine.

Fünfmal liefert der Züchter kranke Tiere beim Schlachter ab. «Abszesse sowie eine starke Lahmheit», weisen einige laut Strafbefehl auf. Verschiedene Inspektionen auf dem Hof bestätigen den Eindruck. Das Futter sei «faul und verschimmelt», Sauen hätten «massive unbehandelte Infektionen, sodass diese Tiere über Wochen an Schmerzen gelitten haben». Drei werden eingeschläfert.

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