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Schmerzen im KnieAnnen verpasst die ganze Saison

Die Hoffnungen auf eine Rückkehr in den Rennzirkus haben sich zerschlagen. Die Skicrosserin Priscillia Annen muss zum dritten Mal einen ganzen Winter pausieren.

Trotz dem gesundheitlichen Rückschlag denkt Priscillia Annen nicht ans Aufhören.
Trotz dem gesundheitlichen Rückschlag denkt Priscillia Annen nicht ans Aufhören.
Foto: Swiss-Ski

Vor zwei Jahren hat Priscillia Annen gegenüber dieser Zeitung gesagt: «Wenn ich mich noch einmal schwer verletze, ist es vorbei.» Nun hat sie sich im Dezember eine Knochenprellung und einen Knorpelschaden am Knie zugezogen. «Das ist keine schlimme Verletzung», betont die Oberländerin unverzüglich. Will heissen: Ans Karriereende denkt die 27-Jährige aus Lauenen, die 2019 geheiratet hat und jetzt offiziell Priscillia Annen Zumstein heisst, nicht.

Und dennoch ist die Verletzung derart gravierend, dass Annen in diesem Winter kein einziges Rennen bestreiten wird. Sie hatte sich die Blessur Anfang Dezember im Training vor dem ersten Weltcuprennen in Val Thorens (FRA) zugezogen. Schwierig sei es gewesen, die Verletzung zu akzeptieren, zumal sie sich in guter Form wähnte. «Sechs Wochen Pause lautete die Diagnose damals», erzählt sie. Die Knochenprellung verheilte wie prognostiziert, aber der Knorpelschaden bereitete Probleme.

«Immer wieder hatte ich die Hoffnung, dass das Comeback unmittelbar bevorsteht. Aber immer wieder zerschlugen sich die Hoffnungen. Das war zermürbend.» Die mentalen Rückschläge hat Annen ohne Hilfe eines Mentaltrainers verarbeitet. Viel Zeit hat sie in der Rehabilitation in Magglingen verbracht. Jetzt ist die Teilnehmerin an den Olympischen Winterspielen 2018 zurück im Schnee und kann wieder locker Ski fahren. «Aber der Knorpelschaden ist noch nicht vollständig verheilt. Ein tiefer Winkel im Bein ist nicht möglich.» Sprünge und Hocke sind deshalb tabu.

Motiviert für nächste Saison

Und deswegen ist auch eine rennmässige Rückkehr in diesem Winter ausgeschlossen. Annen verpasst damit seit ihrem Weltcupeinstand Ende 2011 bereits zum dritten Mal eine ganze Saison: Im Winter 2015/16 war ein Beckenbruch und ein Jahr später ein Kreuzbandriss die Ursache für die Zwangspause. Aber nächste Saison will sie, die bisher im Weltcup vier Top-10-Plätze erreicht hat, wieder angreifen. «Ich bin jedenfalls voller Tatendrang.»