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Analyse: Die Städter und der grosse SchneeSo macht der Lockdown Spass

Selten hat es in der Schweiz so viel geschneit wie jetzt. Der viele Schnee vermag sogar Corona für einen Moment zu verdrängen. Und bringt noch mehr Wundersames hervor.

Wenn anschauen nicht genügt, kann man sich auch gleich in den Schnee reinschmeissen oder sich berieseln lassen – vorsichtig natürlich.
Wenn anschauen nicht genügt, kann man sich auch gleich in den Schnee reinschmeissen oder sich berieseln lassen – vorsichtig natürlich.
Foto: Walter Bieri (Keystone) 

Der Verkehr? Steht still. Die Schulen? Geschlossen. Die Büros? Leer. Alles wegen Corona? Nein, da ist noch etwa anderes, das einfach über uns kam. Schnee. So viel, dass er für einen Moment gar die Pandemie zu begraben scheint. Lockdown total. Die Städte sind wie verwandelt.

Der Schnee ist schwer, lässt Bäume umknicken und verstopft den Trams die Ausfahrt aus dem Depot. Und doch scheint er uns Städterinnen und Städter zu erleichtern. Zum ersten Mal seit langem fühlen wir uns wieder glücklich.

Das Gefühl, an einem anderen Ort zu sein.

Noch in der Nacht auf Freitag machten sich Scharen von Leuten auf, um zu schlitteln. Nicht nur Kinder, auch Erwachsene, begeistert, jauchzend, johlend. Snowboarder und Skifahrerinnen wurden auf städtischen Strassen gesichtet. Was für eine einmalige Chance, mal etwas Verrücktes zu tun, sogar in der Schweiz. Und das, ohne dabei schräg angeschaut zu werden. Stattdessen fragen sich die anderen: Mist, wieso hab ich keinen Schlitten, um ins Büro zu fahren?

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