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Leserreaktionen«Soll die Kultur generell abgeschafft werden?»

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem zu den harten Corona-Massnahmen im Kulturbereich.

Das Neujahrskonzert in Bern – ohne Publikum. Die Massnahmen sorgen für Kritik.
Das Neujahrskonzert in Bern – ohne Publikum. Die Massnahmen sorgen für Kritik.
Foto: Marcel Bieri

Zu «Streaming wider Willen»

Es ist nicht leicht, eine Situation, wie sie der Covid-19-Virus verursacht hat, zu meistern. In den ersten Monaten hat der Bundesrat dies meiner Meinung nach sehr gut gemacht. Doch immer mehr habe ich grosse Fragezeichen. Dass es sämtliche Kulturschaffenden sehr schwer haben ist bekannt. Das zeigen zum Beispiel die Verlustzahlen der Kinos in Thun. Die Kinos in Thun haben vorbildliche Sicherheitskonzepte erstellt. Trotzdem mussten sie bereits zum zweiten Mal den Betrieb einstellen. Dagegen blieben Restaurants, die es auch schwer haben, länger offen. In einem Restaurant dürfen sich vier Personen ohne Masken am Tisch gegenübersitzen. Wo ist da die Verhältnismässigkeit? Grosse Konzert- und Theatersäle bleiben leer. Dort wären Abstand und ständiges Maskentragen für das Publikum kein Problem. Soll eigentlich die Kultur generell abgeschafft werden? Die Profisportler dürfen weiter trainieren und Geld verdienen. Es ist notwendig, dass wir uns selber und andere schützen, aber bitte mit gesundem Menschenverstand und Augenmass. Brigitte Krayenbühl, Thun

Link zum Artikel: «Streaming wider Willen»

Zu Bern: «Stadtrat will Pendenzenberg angehen»

In der Privatwirtschaft würde jede Firma, die so geschäftet, Konkurs gehen. So etwas kann sich nur der Stadtrat erlauben. Von den 450 Geschäften sind sicher mehr als die Hälfte Nonsens, oder sie betreffen irgendwelche vergangenen Probleme der Reitschule. Die Stadträte und Stadträtinnen sollten sich wieder einmal um die wirklich wichtigen Dinge kümmern. Bei vielen dieser Mitglieder geht es doch ab der Mitte der Sitzungen darum, wohin man im Anschluss noch das Cüpli trinken geht. Diese Zeit fällt jetzt weg, da die Beizen geschlossen sind, es kann also etwas vorwärts gemacht werden. Der Stadtrat ist eigentlich für das Volk da, nicht um sich bei jedem Vorstössli stundenlang gegenseitig auf die Füsse zu treten nach dem Motto: «Böse Linke, böse Rechte». Onlinekommentar von Martin Schmid

Zu «Die Angst vor der Inflation ist zurück»

Vor 63 Jahren absolvierte ich die Rekrutenschule. Davon blieben gute und weniger gute Erlebnisse im Gedächtnis hängen. Das Negativste war die Tagwache jeden Morgen. Am Morgen trat der Feldweibel ein und schrie: «Tagwache». Bis er fertig geschrien hatte, stand er vor meinem Bett und erwartete, dass ich schon vor dem Bett stand. Das war jeden Morgen ein schlimmes Erwachen. Heute wird auch ein unangenehmes Erwachen nach der Coronavirus-Pandemie prognostiziert. Es wird von Rezession, von Arbeitslosigkeit für viele, von Verschuldung ja Armut, gesprochen. Vor allem aber auch von Ängsten und Depressionen. Durch unsere Konzentration auf Reichtum und Globalisierung – uns ging es ja so gut, sind wir langsam träumend von Gott weggelaufen. Wer hat schon Gott nötig, wenn er alles hat was er braucht? Rolf Kuhn, Riggisberg

Zu «Diese Frau will Moutier dem Frieden zuliebe teilen»

Endlich ein guter Vorschlag von Orianne Grimm wie dieses Problem langfristig gelöst werden kann. Eine Abstimmung in Moutier mit dem Ergebnis 50.1 zu 49.9 Prozent ist keine gute Lösung, wenn schon hätten die nach Moutier orientierten Nachbargemeinden mit einbezogen werden müssen. Fritz König, Münsingen

Sehr gute Idee. Die doppelte Staatsbürgerschaft kennen wir auch, Doppelbesteuerungsabkommen ebenso. Egal wie die Abstimmung ausgehen wird, Moutier wird gespalten bleiben – ohne neue Lösungen. Sollte doch im Digitalzeitalter möglich sein, wenn man den politischen Willen dazu hat. Onlinekommentar von Thomas Brönnimann