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Mit IS-VideosSomalier aus Bern soll Kinder radikalisiert haben

Ein 38-jähriger Somalier aus Bern soll Kindern während Koranschulungen IS-Gewaltvideos gezeigt haben. Damit wollte er die Kinder radikalisieren.

Der Somalier zeigte den Kinder Gewaltvideos des IS. (Symbolbild)
Der Somalier zeigte den Kinder Gewaltvideos des IS. (Symbolbild)
Foto: Keystone

Ein 38-jähriger Somalier aus Bern soll gezielt Kinder indoktriniert haben. So soll er ihnen während Koranschulungen islamistische Gewaltvideos vorgeführt haben, um sie «ideologisch zu radikalisieren». Das geht aus der Anklageschrift der Bundesanwaltschaft hervor, wie der «SonntagsBlick» berichtet.

Die Ankläger fordern für den Mann eine sechsmonatige Freiheitsstrafe. Zu den Opfern des Islamisten gehören laut «SonntagsBlick» unter anderem zwei somalische Kinder aus Bern. Er hat die beiden von Anfang 2015 bis Ende 2016 «unterrichtet» – das gab er selbst zu. Allerdings habe er sie nur den Koran und arabische Buchstaben gelehrt.

Die Bundesanwaltschaft sieht das anders. Auf dem Computer im Haus der Kinder fanden die Ermittler Dschihad-Videos, die der Somalier von seiner Festplatte aus übertragen hatte. In einem der Filme ruft ein Führer der somalischen Terrormiliz al-Shaabab dazu auf, Ungläubige «so grausam wie möglich» zu töten.

Im Hintergrund weht die schwarze Flagge des Islamischen Staates (IS). Bei einer Hausdurchsuchung im Dezember 2016 beschlagnahmte die Polizei beim Beschuldigten zudem Datenträger mit rund 12 000 islamistischen Propaganda-Videos. Die Forensiker konnten nachweisen, dass der Somalier seine Festplatten an Dutzenden fremden Computern angeschlossen hatte.

pd/tag

7 Kommentare
    F. Müller

    Ein weiteres Beispiel von kaputter Integration à la Kanton Bern. Gibt es ein Rücknahmeabkommen mit diesem Staat? Wohl kaum oder es ist grad Krieg. Solche Personen sind nicht nur moralisch sondern auch finanziell "belastend". Versuchte Integration, Sprachkurse, Gefängnis, Sozialamt und das Ganze wieder von vorne.

    Für was das Alles gut sein soll?