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«Die Butter in Herzform servieren»

«Brunchgöttin» Regina Maurer über die perfekte Dekoration und die richtige Menge Fleisch.

Caterer Regina Maurer. Foto: Fredi Lienhardt
Caterer Regina Maurer. Foto: Fredi Lienhardt

Wann beginnt der perfekte Brunch, und wie lange dauert er?

Die meisten meiner Kunden starten zwischen halb zehn und halb elf Uhr. Aber es gibt auch Langschläfer, die erst zur Mittagszeit loslegen. Und Familien mit Kindern, die sich schon früher an den Tisch setzen. Die Länge? Das muss jeder selber wissen. Der längste Brunch, den ich je bedient habe, dauerte sechs Stunden. Das waren Leute, die sich lange nicht mehr gesehen und viel zu erzählen hatten.

Ist Brunchen nicht einfach eine elegante Möglichkeit, schon vormittags Alkohol zu trinken?

Natürlich, aber es ist ja auch nicht schlimm, wenn man einem Brunch mit einem Glas Prosecco eine festliche Note verleiht, oder?

Wie wichtig ist Dekoration?

Das Ambiente zählt schon. Einen gelungenen Kontrapunkt zum alltäglichen Frühstück setzt man etwa mit Kerzen, Blumensträussen oder Porzellangeschirr mit Goldrand. Das Tischgedeck soll opulent und romantisch zugleich sein, so im Stil eines Fellini-Films. Auch die Details müssen stimmen. Man kann die Butter in Herzform servieren. Oder Goldstaub auf die Trauben geben.

Braucht es Süsses an einem Brunch?

Der Gaumen soll vielfältig unterhalten werden. Wenn man zum Beispiel einen süssen Orangensenf zum Käse auftischt, dann ist ein typisches Dessert am Ende nicht zwingend.

Bratspeck gehört für viele dazu. Welche deftigen Speisen serviert man aber den Vegetariern?

Sicherlich Käse, wenn Milchprodukte in Ordnung sind. Oder einen Salat aus Ofentomaten und Mozzarella. Oder einen Aufstrich aus Kräuter-Kartoffel-Quark. Den mögen meine Kunden sehr gern. Was immer geht, sind marinierte Oliven und Hummus.

Wie berechnet man die Mengen richtig?

Zu wenig darfs sicher nicht sein – inzwischen mache ich das nach Gefühl. Nur beim Fleisch bin ich genau: Da hat sich pro Person eine Scheibe Bauernschinken bewährt, dazu je zwei Tranchen Bündnerfleisch, Roastbeef und Landrauchschinken. Wenn Kinder dabei sind, lege ich noch dünn geschnittenen Fleischkäse dazu! Und falls doch etwas übrig bleibt, kann man das ja zum Zvieri essen.

Darf man beim Brunch mit einer grossen Gruppe eigentlich die SonntagsZeitung lesen?

Nein! Und wenn der Brunch richtig gut ist, kommt Ihnen das auch nicht in den Sinn! Interview: D. Böniger

Brunches sind ab zwei Personen und ab 62.50 Fr. pro Kopf buchbar, www.brunchgoettin.ch

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