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Europas Aussengrenze in Afrika

Das Nadelöhr, das alle Migranten aus Afrika passieren müssen: Ein Augenschein in Agadez, Niger.

Die Polizei in Agadez vor einem Einsatz gegen die Schleuser. Foto: Sebastian Backhaus
Die Polizei in Agadez vor einem Einsatz gegen die Schleuser. Foto: Sebastian Backhaus

Pünktlich um 23 Uhr beginnt das Einsatzbriefing auf dem mit ­Wüstensand dick überzogenen Hof der Polizeistation von Agadez. «Die Wagen der Gendarmerie fahren zuerst, dann folgen die Polizeifahrzeuge», erklärt Ali Issoufou, der Polizeichef der Stadt in Zentralniger.

Er ist umringt von schwer ­bewaffneten Mitgliedern der Anti­migrationseinheit des westafrikanischen Landes. Sie werfen gespenstische Silhouetten im Schein einer viel zu kleinen Lampe am Hauptgebäude. «Wir bleiben im Konvoi bis zum ersten Kreisverkehr», lautet die nächste Anweisung. «Dort biegen alle auf ihre vorgeschriebenen Routen ab. Um 1 Uhr treffen wir uns zur erneuten Lagebesprechung an dem Ort, den ich über Funk durchgeben werde. Und nun los!» Wenige Minuten später fahren acht Geländewagen mit jeweils sechs Männern auf der Ladefläche hinaus ins nächtliche Agadez, auf der Suche nach Migranten und Menschenhändlern.

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