«­Medikamente sind keine normalen Verbrauchsgüter»

Die Reaktionen der Leser.

«Der Drogist oder die Apothekerin sind für Arzneimittel der Selbstmedikation mit Bestimmtheit die bessere Ansprechpersonen als der Grossverteiler»: Die Meinung eines Lesers. Bild: Keystone

«Der Drogist oder die Apothekerin sind für Arzneimittel der Selbstmedikation mit Bestimmtheit die bessere Ansprechpersonen als der Grossverteiler»: Die Meinung eines Lesers. Bild: Keystone

Reformierte setzen auf Frauen und Einwanderer
SonntagsZeitung vom 16. Dezember 2018

Gut, dass die SonntagsZeitung in der Adventszeit das Thema Kirche prominent ausleuchtet. An Weihnachten gilt es keine Zurückhaltung oder Angst zu zeigen, aber Mut und Klarheit in der Vermittlung unserer christlichen schweizerischen Werte und Themen. Während Vertreter anderer Religionen – etwa der jüdischen oder islamischen – in der Öffentlichkeit erkennbar und bekennend auftreten, verschwinden unsere Traditionen im öffentlichen und privaten Raum immer mehr, und die Säkularisierung ist eine gesellschaftliche Tatsache. Die Kirchenaustritte in den letzten – und wohl auch in den nächsten – Jahren hierzulande reflektieren diese besorgniserregende Tendenz. Es gibt heute mehr Konfessionslose als Protestanten. Kirchen werden heute eher als soziale Institutionen wahrgenommen und auch so konsumiert.
Roger E. Schärer, Feldmeilen ZH

Homöopathie-Ärzte sind teurer als Schulmediziner
SonntagsZeitung vom 16. Dezember 2018

Homöopathie-Ärzte seien etwa 20 Prozent teurer als Schulmediziner, schreibt die SonntagsZeitung, gestützt auf eine Studie von Santésuisse. Das ist, mit Verlaub, kalter Kaffee. Zu den genau gleichen Resultaten kam in den Neunzigerjahren ein Experiment der Helsana, die einer Gruppe Kunden die alternativen Heilmethoden, damals noch nicht in der Krankenversicherung enthalten, gratis zur Verfügung stellte. Auch dort gab es Mehrkosten in ähnlicher Grössenordnung. Genützt hat diese Erkenntnis nichts. Heute ist die Alternativmedizin in der Grundversicherung, und wir Prämienzahler berappen den Mehrverdienst der Homöopathen.
Karl Hotz, Beringen SH

Ob es sich tatsächlich bewahrheitet, dass alternative Mediziner mehr Kosten verursachen als Schulmediziner, wage ich zu bezweifeln. Ich bin der Auffassung, dass schulmedizinische Behandlungen längerfristig gesehen mehr kosten, weil sie oft gravierende Nebenwirkungen haben oder weitere Krankheiten nach sich ziehen.
Armin Arnold, Köniz BE

Sie wollen nicht mehr unten sein
SonntagsZeitung vom 16. Dezember 2018

Wenn unsere Politikerinnen und Politiker so weitermachen, haben wir bei uns wohl auch bald Ausschreitungen wie jene der Gelbwesten in Frankreich. Tatsache ist doch, dass die Menschen mit kleinerem Einkommen auch in unserem Land immer die Verlierer sind. Es ist eine Frechheit, dass die Reichen immer profitieren auf Kosten derjenigen, die weniger verdienen. Das ist schlicht und einfach unanständig. Die reichen Abzocker sollten sich schämen.
Robert Gerber, Zuchwil SO

Kein Trinkwasser mehr? Die Armee auf Englands Strassen?
SonntagsZeitung vom 16. Dezember 2018

Es ist für mich keine Überraschung, dass die Regierung des Vereinigten Königreichs so wenig Fortschritt mit dem Brexit gemacht hat. Diejenigen, die für den Austritt aus der EU stimmten, waren sich untereinander nie einig, was sie mit diesem Austritt erreichen wollte. Etliche handelten aus grobem Fremdenhass, einige fühlten sich von der Globalisierung bestraft, wieder andere meinten, sie würden mehr Kontrolle über ihr Leben bekommen, usw. Das ist keine gute Basis für erfolgreiche Verhandlungen mit Brüssel.
Stephen Lander, Riehen BS

«Einer muss den Job ja machen»
SonntagsZeitung vom 16. Dezember 2018

Danke für das Interview mit Udo Lindenberg. Er ist nicht einfach ein Rock ’n’ Roller, der Deutsch singt, wie viele Leute vielleicht glauben mögen, sondern der Rockstar in Deutschland schlechthin. Insbesondere auch in der ehemaligen DDR. Diese Menschen haben nie vergessen, wie er sich für sie eingesetzt hat in einer Zeit, als politische Willkür noch an der Tagesordnung war. Hoffen wir also, dass Udo die Puste nie ausgeht, denn er ist für viele eines der Symbole für Frieden auf dieser Welt, den wir doch alle wollen.
Hanspeter Schmutz, Basel

Respekt vor Udo Lindenberg, seinen kritischen Liedern, seinem gelungenen Abschied von Alkohol und Drogen. Trotzdem weckt das Interview nostalgische Erinnerungen an den andern Udo. Udo Jürgens gelang es, gesellschaftskritische Themen aufzunehmen ohne Polarisierung (zum Beispiel mit «Griechischer Wein» oder «Ehrenwertes Haus»). Leider wurde sein Lied «Gehet hin und vermehret Euch» tabuisiert. Es ist schade, weil beim Bau einer Brücke ebenso wie beim «Bau einer Brücke» in eine gute Zukunft beides berücksichtigt werden muss: Soziale Gesichtspunkte und Stabilität. Thematisieren von letzterem sollte man nicht den Extremisten überlassen. Kritik am Rechtsextremismus ist nötig. Diskussionsverweigerung a la «keinen Millimeter nach rechts» ist kontraproduktiv.
Gernot Gwehenberger, Dornach SO

Endstation VBS
SonntagsZeitung vom 16. Dezember 2018

Die schadenfreudigen Äusserungen von Herrn Somm zur Departementszuteilung an die CVP-Bundesrätin sind völlig fehl am Platze. Dies «just» in diesem Moment, wo es darum geht, dass ein neues Bundesratskollegium jenseits von parteipolitischen Machtspielen zusammensteht, um die drängenden Probleme der Gegenwart anzugehen. Dazu dürfte eine Partei, deren wertemässige Wurzeln im heute oft vergessenen «C» liegen, eine echte Bereicherung sein. Wünschen wir Viola Amherd nur das Beste für ihren Amtsantritt.
Beat Mettler, Aarwangen BE

Ich finde die Abhandlung von Markus Somm nicht gerade konstruktiv für unser Land. Das VBS ist nach den vielen Jahren unter der Führung von SVP-Bundesräten in einem schlechten Zustand. Viola Amherd traue ich zu, frischen Wind in das VBS zu bringen. Ich befürchte aber, dass bei jeder Neuerung, die Bundesrätin Amherd anregt, die SVP nicht einverstanden sein und ihr jede Kompetenz absprechen wird.
Hans-Ulrich Wanzenried, Zürich

Endlich herrscht bei den Spitälern Qualitätswettbewerb
SonntagsZeitung vom 16. Dezember 2018

Beim Lesen dieses Artikels bekommt man den Eindruck, dass die halbe oder auch die ganze Schweiz auf diesen Qualitätswettbewerb im Gesundheitswesen gewartet hat. Ist dem wirklich so? Für einen Ökonomen mag es ein Wunschtraum sein, im Krankenwesen (und hier sage ich absichtlich nicht Gesundheitswesen, da sich die Spitäler ja mit Kranken abgeben sollten) «Wettbewerb» einzuführen. Wettbewerb öffnet den Eingang zum Markt. Einen «Krankenmarkt» gibt es aber nicht. Mit Wiedereintritten nach Spitalaustritten ist die Qualität sicher nicht messbar. Die Qualität unterliegt einer optimalen Aus-, Fort- und Weiterbildung und ihrer Kontrolle des medizinischen Personals, die in jedem Spital den gleich guten Standard haben muss. Sonst entsteht ein noch grösseres Chaos im schweizerischen Gesundheitswesen. Und dieses ist wahrlich bereits beträchtlich.
Dr. med. Hanswerner Iff, Bern

Supermärkte sollen rezeptfreie Medikamente verkaufen können
SonntagsZeitung vom 16. Dezember 2018

Eine Arbeitsgruppe von Spezialisten unter der Leitung von Swissmedic, der Aufsichtsbehörde für Arzneimittel, hat in jahrelanger Arbeit nach fachspezifischen Kriterien die ganze Gruppe der Selbstmedikationsprodukte neu eingeteilt. Eine seriöse Arbeit, die nun von Ständerat Ruedi Noser infrage gestellt wird. Ständerat Noser vergisst, dass Medikamente keine normalen Verbrauchsgüter sind wie ein Pack Hörnli oder Damenstrümpfe. Die Wirkungen, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Arzneimitteln müssen durch eine Fachperson beurteilt und verantwortungsbewusst thematisiert werden. Also ein schützenswertes Konsumgut, das zusammen mit einer niederschwelligen Fachberatung abgegeben wird. Wollen wir amerikanische Verhältnisse? Chemische Abführmittel mit erwiesenem Suchtpotenzial in «3 für 2»-Angeboten beim Grossverteiler? Schmerzmittel-Aktionen zum halben Preis im Supermarkt? Was ist, wenn eine Konsumentin Analgetika gleichzeitig mit blutverdünnenden Medikamenten einnimmt? Diplomierte Drogistinnen und Drogisten verfügen über ein fundiertes Wissen in der Selbstmedikation und weisen sich als kompetente Beraterinnen und Berater bei Fragen rund um die Gesundheit aus. Jeden Tag vertrauen in unserem Land rund 160'000 Kundinnen und Kunden ihrem Fachwissen – ein eindrücklicher Beweis für die Verantwortlichkeit und Zuständigkeit. Der Drogist oder die Apothekerin sind für Arzneimittel der Selbstmedikation mit Bestimmtheit die bessere Ansprechpersonen als der Grossverteiler.
Bruno Schaller, diplomierter Drogist HF, Heimberg BE

Liebes, teures Tier
SonntagsZeitung vom 16. Dezember 2018

Der Bericht beweist, dass wir ein herzliches Verhältnis zu Haustieren haben. Auf den den folgenden Seiten dieses Artikels – wohl eher zufällig – dann aber: Werbung für Schweine- und Rindfleisch. Warum bloss verhätscheln wir die einen Tierarten wie Hunde und Katzen und töten andere, gleich intelligente und gleich leidensfähige Tiere wie Schweine und Rinder, um sie dann «Nachtessen» zu nennen?
Renato Werndli, Eichberg SG

Duu, ich brauche Anschluss!
SonntagsZeitung vom 16. Dezember 2018

Meine Freundin und ich konnten beim Lesen dieses Artikels wieder einmal unsere Lachmuskeln voll aktivieren. Danke.
Mireille Oberreich, Oberburg BE

Michelle Obama nervt
SonntagsZeitung vom 16. Dezember 2018

Michelle Obama hat aufgrund der Borniertheit der Trump-Wählerschaft erkannt, dass das Aufzählen der Fehler und Widersprüche dieser Leute nicht genügt. Es gibt auch eine offene, liberale Schicht von Menschen, insbesondere auch Frauen, die anders denken als die Trump-Wählerinnen. Diese möchte Michelle Obama ansprechen. Sie hat das Talent und vor allem das Charisma, das zu tun. In keiner Weise vermarktet sie sich als «Frau von . . .». Michelle Obama ist aufgrund ihrer eigenen originellen, warmherzigen und intelligenten Art und Weise, wie sie das «Nichtamt» der First Lady ausgeübt hat, zu Recht beliebt in der amerikanischen Bevölkerung, ja sogar weltweit.
Othmar Rutz, Krauchthal BE

Das neue Leiden der Lachse
SonntagsZeitung vom 16. Dezember 2018

Das Geschäft mit Lachsen boomt, hauptsächlich über Weihnachten und das lässt sich keine Migros, Coop, jetzt neu auch Aldi und Lidl verscherzen. Da reden wir von tiergerechter Haltung, umweltschonend, dass ich nicht lache. Wo Millionen locken, da wird tonnenweise geimpft, ob die Lachse verrecken, leiden, eingepfercht in Gitter und draufgehen dabei, ist doch egal. Wo Lachse Meere durchqueren und Flüsse durchschwimmen, bis 10 Jahre alt werden und immer wieder an ihre Brutstätte zurückkehren um zu laichen, sind wir Menschen fähig durch Hochfischerei und Zuchten ihren Lebensstil den unseren zu unterwerfen. Das, damit wir ihn gekocht, gegrillt oder geräuchert geniessen dürfen, egal ob wir damit unserer Umwelt einen Gefallen tun oder nicht. Jetzt werden sie auch noch geimpft, zuerst die Tragödie mit Antibiotikum und nun wird zum Wohle der Menschheit geimpft. Ich war auch nicht besser früher, man hat uns ja immer vorgequatscht Fisch zu essen und am besten Lachs, da wir so unserem Organismus Gutes tun. Nun fragt sich, ist das nach all der Misere mit den Lachsen noch gültig? Wann hören wir auf, Tiere für unsere Zwecke zu gebrauchen, sie zu verstümmeln, zu töten, für Versuchungen zu quälen, doch genau wissend, dass auch sie Gefühle und Emotionen haben und das nur um des lieben Geldes wegen? Dann müssen wir eben umdenken. Fisch und Fleisch in geringen Mengen oder gar nicht und dafür viel Gemüse, Salat, Tofu oder andere Proteine. Aber bitte keine Insekten, da fängt das Ganze dort wieder ab.
Susanna Geser, Biel BE

Es ist krank, was das menschliche Gehirn sich alles ausdenkt, nur um die Tiere noch mehr auszubeuten, ungeachtet wie viel diese leiden müssen. Nun werden Lachse brutal geimpft, mit qualvollen Folgen. Hauptsache, man kann in den Lachsfarmen die Produktion steigern. Dass im konventionellen und im Bio-Zuchtlachs gefährliche chemische Substanzen vorkommen, die sogar die DNA schädigen und die Leberfunktion stören können, vermag die unzähligen «Lachsliebhaber» auch nicht abzuschrecken. Der Mensch scheint wirklich unbelehrbar zu sein. Ich wünsche allen Konsumenten, die mit ihrem gedankenlosen und gleichgültigen Konsumverhalten dieses immense Tierleid mitverantworten und die Gefährdung ihrer eigenen Gesundheit in Kauf nehmen, «en Guete» beim Verzehr der verseuchten und kranken Lachse.
Claudia Zeier, Zürich

Note ungenügend für 47 Spitäler
SonntagsZeitung vom 16. Dezember 2018

Heute in der «SonntagsZeitung» der alarmierende Bericht. Das sind jedoch noch nicht alle, ich machte meine eigene Erfahrung. Was muss in unserem Gesundheitssektor noch alles geschehen, bis endlich einmal etwas Definitives geändert wird. Ich spreche die spektakulären geschädigten Patientenfälle an, die schnell zur Kenntnis genommen werden, dann sogleich wieder Schwamm darüber. Es ist an der Zeit, dass die Patienten endlich einmal ernst genommen werden und ohne endlose Rechtskämpfe anstreben zu müssen, zu ihrem Recht kommen. Die Opfer werden mit lapidaren Ausflüchten der Ärzte links liegen gelassen. Spitäler und Krankenkassen distanzieren sich und nehmen sich gegenseitig in Schutz. Es ist nicht mehr akzeptabel, dass wir uns das Ungeheuerliche bieten lassen müssen. Der Arzt, somit auch der Spital sind abgesichert, indem sie versichert sind, trotzdem steht selten ein Arzt für sein Verschulden ein. Der Patient wird zum Unterschreiben vor jedem kleinsten Eingriff gezwungen, das ist einer Vergewaltigung gleichzustellen, ohne die Unterschrift kann der Patient sterben, es bleibt ihm keine Wahl. Ich selber bin eine drei Mal operierte, geschädigte Person, mein Leben ist dadurch eingeschränkt. In den USA wäre ich reich geworden, in der Schweiz kommt man zu armen Tagen. Alles spricht in einer Endlosschleife über Sparmassnahmen im Gesundheitswesen, keiner spricht von den herausgeworfenen Milliarden die die Krankenkassen, also wir, zusätzlich bezahlen müssen. Was ist das für ein marodes, ungerechtes System, das die Schuldigen schützt und den Geschädigten zur Kasse zwingt? Wer hat endlich den Mut und das Pflichtbewusstsein, gegen die Windmühlen anzukämpfen. Es profitieren schlussendlich alle davon. Wir sind alle Krankenkassenversicherte, wir sitzen im selben Boot, darin müssen wir zusammen rudern um vorwärts zu kommen.
Beatrice Landert, Zollikerberg ZH

Zangengeburt in letzter Minute
SonntagsZeitung vom 16. Dezember 2018

Das Klimageschwätz ist sinnlos und die CO2 Steuer bereichert nur die meisten Staaten. Im 15. Jahrhundert begann die kleine Eiszeit mit vielen verhungerten Menschen. Damals gab es keine CO2 Industrie. Solche Fluktuationen sind normal und meist abhängig von der Sonnenaktivität, welche sich zurzeit in einem Tief befindet, was gar nichts zu einem Treibhauseffekt beiträgt. Der mögliche Wechsel des Golfstromes von Nord nach Süd wird viel den grösseren Effekt auslösen.
Robert Renfer, Raperswilen TG

Wettbewerb und Transparenz könnten sich positiv auf die stetig steigenden Gesundheitskosten auswirken. Die Schweiz hat gemessen an der Bevölkerung ein Überangebot an Spitälern. Wären dies wenigstens qualitativ alle top, doch auch dies ist nicht der Fall. Immerhin besteht mittlerweile ein gewisses Mehr an Transparenz. Trotz allem führt die kantonal organisierte Spitalpolitik zu einem nationalen Überangebot und hohen Kosten. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht absehbar, was wiederum mit dazu beiträgt, dass die Krankenkassenprämien für die Versicherten «nur» die Richtung nach oben kennen.
Pascal Merz, Sursee LU

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