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«Weder Susanne Ruoff noch Peter Hasler überzeugen»

Die Reaktionen der Leser.

«Was bringt es, wenn durch Überforderung solche grossen Fehler passieren?»: Eine Leserreaktion zum Postauto-Skandal. Bild: Keystone
«Was bringt es, wenn durch Überforderung solche grossen Fehler passieren?»: Eine Leserreaktion zum Postauto-Skandal. Bild: Keystone

24 Prozent mehr Lohn für Post-Chef

SonntagsZeitung vom 11. Februar 2017

Fehler sind verzeihbar. Niemand ist davor gefeit. Aber wer beinahe eine Million Franken verdient und nicht den Anstand und die Einsicht hat, sich mit etwas Demut hinzustellen und sogar ein kleines Schuldgeständnis zu machen, selbst wenn der gravierende Fall noch nicht abgeklärt ist, hat versagt. Bei einem solchen Lohn muss man sich überlegen, ob ein solcher Posten überhaupt nur von einer Chefperson ausführbar ist. Warum kann ein anspruchsvoller Chefposten nicht aufgeteilt werden, zwei Chefinnen sind besser. Der Lohn wäre noch immer genügend hoch. Was bringt es, wenn durch Überforderung solche grossen Fehler passieren? – Ausser Spesen nicht viel gewesen. Beatrice Landert, Zollikerberg ZH

Doris Leuthard hat ihr Departement nicht mehr im Griff

SonntagsZeitung vom 11. Februar 2017

Der Chefredaktor der SonntagsZeitung schildert sehr gut mehrere Probleme – und dies in diversen Bundesbetrieben, die alle zum Uvek gehören. Dabei wird allerdings die SRG gar nicht erwähnt, die ebenfalls in diesem Departement angesiedelt ist. Dabei ist es erwiesen, dass das Volk mit dieser Institution nicht sehr zufrieden ist – bloss 50,1 Prozent, die dem RTVG zugestimmt hatten, sind ein klares Signal. Und sogar No-Billag-Nein-Stimmer möchten die SRG abspecken. Zwar geht es dabei nicht um einen erheblichen «Bschiss» wie bei den Postautos. Dennoch: Die Billag hat jahrelang zu Unrecht Mehrwertsteuer erhoben – und vor allem will sie diese jetzt nicht rückwirkend gutschreiben. Auch hier müsste der Bundesrat seine Führungsverantwortung wahrnehmen. Der Post-Chefin sollten die Aufgaben entzogen werden, das wäre das Mindeste gegenwärtig.André Müller, Basel

Als regelmässiger Leser der SonntagsZeitung freue ich mich immer auf Ihre klaren, aussagekräftigen Meinungen im Editorial. Auch diesmal hat mich speziell gefreut, dass Sie über Doris Leuthard, die auch nach meiner Ansicht ihr Departement überhaupt nicht im Griff hat, Ihre Meinung mutig geäussert haben. Hut ab!Joe Fischer, Wädenswil ZH

Sie schreiben: «Wenn Doris Leuthard in guter Erinnerung bleiben will, dann muss sie jetzt nochmals durchgreifen und mindestens bei der Post und den SBB die Führungsspitze neu aufstellen.» Und wen soll sie Ihrer Meinung nach nominieren? Haben Sie das Gefühl, es wird besser, wenn ein(e) Neue(r) kommt, welche(r) den Laden nicht kennt? In der Schule muss man Strafauf­gaben machen, wenn man etwas verbockt hat.Diana Hornung, Zürich

Niemand bei der Post sah Handlungsbedarf

SonntagsZeitung vom 11. Februar 2017

Wer hat Schuld? Die Post-Chefin, die Geschäftsleitung von Postauto, der Verwaltungsrat oder gar das Bundesamt für Verkehr? Im Vordergrund stehen wie so oft einzelne Personen. Wer muss sein Amt zur Verfügung stellen? Ohne Zweifel sind die Exponenten zu Recht im Fokus der Medien. Schliesslich sind Geschäftsleitung und Verwaltungsrat in der Hierarchie die obersten Gremien. Doch was ist mit der Ursache? Ist die Organisationsform von halbstaatlichen Unternehmen wie der Post noch zeitgemäss? Einerseits soll das Unternehmen sich im Wettbewerb behaupten und anderseits Service public höchstens kostendeckend betreiben. Dies soll keine Entschuldigung für das Fehlverhalten bei Postauto sein, doch der Fall ist exemplarisch für das ansteigende Dilemma von halbstaatlichen Firmen mit Service-public-Garantie. Die Politik muss irgendwann Farbe bekennen: Sind ehemalige Monopolisten wie die Post, Swisscom und SBB staatliche Service-public-Unternehmen, oder sollen diese vollständig privatisiert und der Wettbewerb in diesen Sparten weiter intensiviert werden? Die Herausforderung mit dem digitalen Wandel wird für die genannten Unternehmen, egal von wem geführt, nicht kleiner werden. Ob Susanne Ruoff als Post-Chefin noch tragbar ist, werden die weiteren Untersuchungen zutage fördern. Eines aber ist schon jetzt klar: Überzeugend sind weder ihre Erklärungen noch die des früheren Verwaltungsratspräsidenten Peter Hasler. Pascal Merz, Sursee LU

Das Volk hat keine Lust auf Olympia in der Schweiz

SonntagsZeitung vom 11. Februar 2017

Obschon bloss eine Umfrage, allerdings unter mehr als 17'000 Teilnehmern, ist die Botschaft eindeutig: Das Volk sagt klar Nein zu Olympia 2026 im Wallis. Ein überdeutliches Signal an das Parlament, jetzt die Reissleine zu ziehen, um dem spendablen Bundesrat zu zeigen, dass eine Milliarde Steuerfranken für 17 Tage internationale Ski-Chilbi ohne Volkes Mitsprache nicht in die Tüte kommt.René Edward Knupfer, Linden BE

Belästiger kommen ungeschoren davon

SonntagsZeitung vom 11. Februar 2017

Machen wir in letzter Zeit nicht allzu viel Theater um sogenannte sexuelle Belästigungen? Mann getraut sich ja fast nicht mehr, Frau die Hand zu geben. Es ist ein wahrer Hype daraus geworden. Wirkliche sexuelle Belästiger(innen) müssen angezeigt und bestraft werden, und zwar härter, als dies meistens der Fall ist. Wann aber wird die Grenze zur wirklichen Tat überschritten? Sie wird immer im Graubereich liegen. Eine Frau, die einen Mann anzeigt, oder umgekehrt, kann das Leben der anderen Person für immer verpfuschen, auch wenn diese überhaupt nichts getan hat. Ein klein wenig Toleranz wäre also in manchen Fällen angebracht.Hanspeter Schmutz, Basel

«Wir haben den Dialog mit den Hörern zu spät gesucht»

SonntagsZeitung vom 11. Februar 2017

Wenn Herr Schawinski behauptet, DRS 1 und DRS 3 würden sich nicht mehr gross unterscheiden, muss er einen Gehörschaden haben. Anders kann ich diese Behauptung nicht deuten. Aber zuhören war noch nie seine Stärke. Da ich kein TV-Gerät besitze, würde ich das Radio, vor allem DRS 1, schon vermissen. Waldemar Da Rin, Hauptwil TG

Dieses Interview mit der Radiochefin Lis Borner ist sehr informativ, denn die schlimmen Folgen für die Radiohörer wurden bisher zu wenig beleuchtet. Gut, ist die Abstimmung bald, die dümmlichen Argumente und Auftritte der Initianten ärgern mich zusehends. Die Schweiz braucht eine neutrale und objektive Berichterstattung, und die Programme von SRF bieten hervorragende und abwechslungsreiche Unterhaltung und Information. Hans-Ulrich Wanzenried, Zürich

Radio-Chefin Lis Borner sagt, dass es der No-Billag-Initiative um die Abschaffung von Radio und Fernsehen gehe. Im Initiativtext lese ich aber nichts von einer Abschaffung von Radio und Fernsehen. Meines Erachtens ist das lediglich eine Form von Abstimmungspropaganda, um in der Bevölkerung Angst zu schüren. Ich verstehe nicht ganz, weshalb Lis Borner zu dieser Stimmungsmache greift, denn sie scheint ja sehr davon überzeugt zu sein, dass sie qualitativ gutes Radio anbietet. Wenn dem so ist, dann wird es nach einer Annahme der No-Billag-Initiative genug Hörer geben, die bereit sind, freiwillig eine angemessene Gebühr fürs Radio zu entrichten. Martin Bracher, Büsserach SO

Nur die Printmedien bieten den Populisten Paroli SonntagsZeitung vom 11. Februar 2017

Auch beim jetzigen Stadtrats- und Gemeinderatswahlkampf in Zürich bieten die Printmedien der unsäglichen Propaganda gewisser Parteien Paroli. Für die Printmedien ist es jedoch oft schwierig, Fake-News, die populistische Regierungen produzieren, zu entlarven. Das zeigte sich schon 1964 nach dem Tonkin-Zwischenfall, den erst Daniel Ellsberg Jahre später mit den Pentagon Papers aufdeckte. Diese zeigten, dass der damalige Angriff der Nordvietnamesen auf ein US-Schiff eine Operation unter falscher Flagge der USA gewesen war, um einen Grund zu haben, Nordvietnam zu bombardieren. William Blum, ein US-amerikanischer Publizist und Kritiker der Aussenpolitik der USA, schreibt: Die Lügen, die Fake-News, werden anderswo zusammengestellt, nicht in den Medien, im Kalten Krieg etwa vom US-Geheimdienst CIA, die dann von den Medien im guten Glauben, dass sie stimmen, übernommen wurden.Heinrich Frei, Zürich

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