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Tarantino, der Feminist

In «Once Upon a Time . . . in Hollywood» gibts Gewalt an Frauen, und Margot Robbie redet weniger als die Männer. Trotzdem ist es kein Mackerfilm.

Der Trailer zum neuen Tarantino-Film. (Video: Sony Pictures)

Typisch Tarantino! Er lässt seine Hauptdarstellerin, die neben ihm sitzt, nicht ausreden. Es geht um ihre Füsse, die sie in einer Schlüsselszene des Films Richtung Kamera streckt. Sie will dazu etwas erklären, aber der Regisseur unterbricht sie laut und schreit: «Wow, diese nackten Füsse.»

Quentin Tarantino gibt in Cannes Auskunft zu seinem neunten Film, der am Festival Premiere hatte. «Once Upon a Time . . . in Hollywood» spielt im Jahr 1969 in Los Angeles. Die Jungs, wie der Regisseur seine Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio und Brad Pitt nennt, geben einen alternden TV-Star und seinen Stuntman. Die australische Schauspielerin Margot Robbie aber, die jetzt neben Tarantino sitzt, hat als dritte Hauptfigur viel weniger Redezeit im Film als die Männer. Das hatte eine Journalistin an der Premieren-Pressekonferenz öffentlich bemängelt, was der Regisseur mit einer flapsigen Bemerkung – «ich verwerfe Ihre Hypothese» – abtat. Jetzt schneidet er Margot Robbie auch in diesem Interview das Wort ab. Tarantino, der Frauenverächter?

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