Spiezer Machtdemonstration

Der FC Spiez hat im Oberländer Derby in der 2. Liga regional bei Dürrenast mit einer starken Leistung imponiert und dominierte den Gegner beim 5:0-Auswärtserfolg von A bis Z.

Der Rückkehrer Felix Häsler hat wesentlichen Anteil am derzeitigen Höhenflug des FC Spiez.

Der Rückkehrer Felix Häsler hat wesentlichen Anteil am derzeitigen Höhenflug des FC Spiez.

(Bild: Walter Dietrich)

Selbst Spiez-Trainer Peter Kobel war nach dem 5:0-Derbysieg in der 2. Liga regio gegen Dürrenast von der Leistung seines Teams positiv überrascht. «Natürlich wissen wir um unsere Qualitäten, aber vor allem in der Offensive war unsere Darbietung ein Versprechen für die Zukunft», machte der 49-jährige frühere NLA-Goalie seiner Mannschaft ein grosses Kompliment.

Vor allem im Angriff habe man dank der Rückkehr von Felix Häsler und Cyrill Baumann sowie dem Zuzug des talentierten Stefan Bühler an Durchschlagskraft gewonnen. Dieses Trio krönte seine starke Leistung mit jeweils einem Treffer. Wobei es eigentlich bei allen drei Akteuren mehr hätten sein müssen – aber vielleicht hat man sich weitere Torerfolge ja bloss für die nächsten Partien aufgespart.

Lange Gesichter gab es dagegen bei Dürrenast, das einen schlechten Tag einzog und mit den «nur» fünf Gegentreffern noch gut bedient war. Beim Strandbadteam lief gar nichts zusammen, die Equipe musste sich während der ganzen Spieldauer dominieren lassen und erleichterte dem Gegner die Aufgabe zudem mit zum Teil haarsträubenden Fehlern. Sportchef Kurt Wittwer jedenfalls wirkte nach Spielschluss ratlos. «Ich habe keine Ahnung, warum bei uns für einmal wirklich gar nichts zusammenpasste und warum wir uns ohne nennenswerte Gegenwehr derart abschiessen liessen», zeigte er sich enttäuscht.

Favorit Muri-Gümligen

Auch Spiez-Coach Kobel ist sich bewusst, dass sein verlustpunktfreies Team spätestens nach diesem überzeugenden Auftritt als aussichtsreicher Aufstiegsanwärter gehandelt wird. «Uns wird allerdings kaum in jeder Partie eine solche Leistung gelingen», warnt er vor zu grosser Euphorie, «warten wir einmal ab, wie es uns gegen die stärksten Konkurrenten laufen wird.»

Dass Spiez aber gerne in die 2. Liga interregional zurückkehren würde, bestätigt auch Präsident Andreas Nussbaum, auch wenn er zu bedenken gibt, «dass in der Gruppe Muri-Gümligen klarer Favorit bleibt». Dürrenast dagegen kann kaum darauf hoffen, Ende dieser Saison nach drei Jahren die Rückkehr in die 2. Liga interregional zu schaffen. Für Co-Präsident Roger Schüpbach, der seit bald 30 Jahren der Vereinsleitung angehört, steht allerdings der Wiederaufstieg nicht im Vordergrund. «Wir wollen versuchen, primär mit selbst ausgebildeten Akteuren wieder eine schlagkräftige Mannschaft aufzubauen», dann stelle sich der Erfolg von selbst ein.

Hoffen auf Stimmbürger

Gerade deshalb gelte es auch, in der Nachwuchsförderung nicht nachzulassen. Und für deren Zukunft steht am 23. September ein ganz wichtiger «Match» auf dem Programm. An diesem Tag werden die Thuner Stimmbürger nämlich über einen Kredit von 3,7 Millionen für den Bau von zwei neuen Kunstrasenspielfeldern neben der Stockhorn-Arena befinden – «ein Projekt, das für alle lokalen Clubs die Lösung ihrer Infrastrukturengpässe bedeuten würde», weshalb Schüpbach «auf einen Sieg für den Fussball an der Urne» hofft.

Berner Oberländer

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