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Sport kompaktMüssten in Quarantäne — wohl nur wenige Bayern-Fans am Supercup

Schweiz bewirbt sich für Eishockey-WM 2026 +++ Fischer begnadigt Kukan und Malgin in der Nationalmannschaft +++ Teichmann im Viertelfinal +++ Vidal wechselt von Barça zu Inter +++ Morata zurück zu Juventus +++

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Fussball: Bayrische Fans müssten nach Supercup in Quarantäne

Fussball-Fans aus Bayern müssen bei einer Reise zum Supercup-Final des FC Bayern in Budapest nach der Rückkehr zum Corona-Test oder in Quarantäne. Das Kabinett des Freistaats verschärfte am Dienstag seine Einreise-Quarantäneverordnung und strich eine bislang vorgesehene Ausnahmeregel. Demnach sind Sport-Anhänger bei Aufenthalten von weniger als 48 Stunden in Risikogebieten nicht mehr von der Quarantänepflicht befreit. Das gilt auch für Reisen zu Kulturveranstaltungen oder aus Freizeitgründen. «Das trifft insbesondere das Thema Supercup», sagte Ministerpräsident Markus Söder. Der CSU-Chef appellierte erneut, dass Anhänger auf einen Besuch des Champions-League-Siegers FC Bayern am Donnerstag gegen Europa-League-Gewinner FC Sevilla verzichten sollten.

Die Austragung des Supercup-Finals am Donnerstagabend in Ungarn vor Zuschauern ist umstritten, nachdem Budapest von Deutschland als Corona-Risikogebiet eingestuft worden war. Wegen diesen neuen Entwicklungen sind wohl nur wenige Bayern-Fans am Spiel, bei dem 20'000 Zuschauern zugelassen wären, zu erwarten. (dpa)

Eishockey: Fischer begnadigt Kukan und Malgin in der Nationalmannschaft

Die beiden NHL-Spieler Dean Kukan und Denis Malgin, dazu Fabrice Herzog, Dominik Schlumpf und Simon Bodenmann befanden sich bei Nationaltrainer Patrick Fischer zuletzt auf der schwarzen Liste. Dies, weil sie sich, seiner Ansicht nach, nicht 100-prozentig zum Nationalteam bekannt hatten. «Wer aufgeboten wird und absagt, obschon er fit ist und privat keine guten Gründe hat, ist nicht mehr dabei», sagte Fischer vor einem Jahr mit Deutlichkeit.

Diese Regelung galt ursprünglich bis zur Heim-WM 2020, die jedoch wegen dem Coronavirus abgesagt werden musste. Nun wurde die Situation beim Coaching-Staff und in Absprache mit dem Captain-Team des Nationalteams trotzdem neu angeschaut, und die erwähnten fünf Spieler wurden begnadigt. Sie dürfen somit inskünftig wieder mit Aufgeboten rechnen — Mit einer Ausnahme. «Vier davon haben sehr positiv reagiert und finden das wirklich cool. Einzig Simon Bodenmann sieht seine Zukunft nicht mehr in der Nationalmannschaft, was wir natürlich akzeptieren», sagt Nationalteam-Chef Lars Weibel dazu. Der ZSC-Stürmer ist auch bereits 32-jährig. (mal)

Dean Kukan, in der NHL engagiert, ist einer der begnadigten Spieler. (Foto: Keystone)

Eishockey: Schweiz bewirbt sich für WM 2026

Nach der bitteren Corona-Absage der Eishockey-WM 2020 in Zürich und Lausanne, versucht der Schweiz Eishockeyverband noch immer die Titelkämpfe möglichst schnell doch noch im eigenen Land durchzuführen. Dafür wurde nun eine offizielle Bewerbung beim internationalen Eishockeyverband IIHF eingereicht: 2026 soll die WM in die Schweiz kommen. Die Plätze bis 2025 sind alle schon besetzt bzw. vergeben — eigentlich. Eventuell könnte es aber schon zu einer Austragung 2023 kommen: Denn das eigentliche Gastgeberland Russland ist noch unsicher, da es derzeit wegen Nichteinhaltung der Dopingregeln als Veranstaltungsland von internationalen Anlässen gesperrt ist. (lai)

Tennis: Teichmann steht in Strassburg im Viertelfinal

Jil Teichmann hat sich am WTA-Turnier in Strassburg in den Viertelfinal gekämpft. Die 23-jährige Schweizerin (WTA 54) gewann ihren Achtelfinal gegen die Russin Anastassija Pawljutschenkowa (WTA 38) 7:6 (7:3), 7:5. Teichmann trifft in der nächsten Runde auf die ukrainische Weltnummer fünf Elina Switolina. (lai)

Fussball: Vidal wechselt von Barça zu Inter

Der Wechsel von Arturo Vidal vom FC Barcelona zu Inter Mailand ist perfekt. Das teilten beide Vereine am Dienstag mit. Der Serie-A-Club zahlt nach Angaben von Barça eine Million Euro erfolgsabhängiger Boni für den chilenischen Nationalspieler. Der 33-jährige Mittelfeldspieler soll bei dem Traditionsclub Medienberichten zufolge einen Zweijahresvertrag unterschrieben haben. Er galt als Wunschspieler von Inter-Coach Antonio Conte. (dpa)

Fussball: Morata kehrt zu Juventus Turin zurück

Der spanische Stürmer Alvaro Morata kehrt von Atlético Madrid zu seinem ehemaligen Verein Juventus Turin zurück. Am Dienstagvormittag stand der Medizincheck an, anschliessend soll der neue Vertrag beim Meister der Serie A unterschrieben werden. (dpa)

Allgemeines: Vorerst doch keine Zuschauer bei Sportveranstaltungen in England

Bei Sportereignissen in England sollen vorerst doch keine Zuschauer zugelassen werden. Das kündigte der britische Staatsminister Michael Gove am Dienstag beim Sender BBC an. Pläne, ab Oktober unter anderem bei Fussballspielen wieder Publikum zu erlauben, wurden laut Gove gestoppt. Die Regierung reagiere damit auf den Anstieg der Corona-Infektionen in Grossbritannien, sagte der Minister. (dpa)

Fussball: FC Turin in Quarantäne nach positivem Corona-Test

In Italien ist ein Spieler des Erstligisten FC Turin positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Auch der Schweizer Nationalverteidiger Ricardo Rodriguez steht seit kurzem bei den Italienern unter Vertrag, ist derzeit aber verletzt. Mannschaft und Personal begeben sich deshalb zunächst in Quarantäne, um weitere Tests durchzuführen. Es bestehe die Möglichkeit, dass das am Samstag bevorstehende Spiel der Mannschaft aus der Hauptstadt des Piemonts gegen Atalanta Bergamo abgesagt werden könnte. (dpa)

Football: NFL bestraft Trainer wegen Maskenverstössen mit 100'000 US-Dollar

Die nordamerikanische Football-Profiliga NFL hat hart gegen Verstösse gegen die geltenden Hygieneregeln durchgegriffen und mindestens drei Cheftrainer mit einer Strafe von je 100'000 US-Dollar belegt. Das berichteten die Nachrichtenagentur AP und weitere Medien übereinstimmend und beriefen sich auf anonyme Quellen.

Demnach wurden Vic Fangio von den Denver Broncos, Kyle Shanahan von den San Francisco 49ers und Pete Carroll von den Seattle Seahawks bestraft, weil sie bei Partien an der Seitenlinie keinen Mund-Nasen-Schutz trugen. Ihre Vereine wurden zudem mit je 250'000 US-Dollar bestraft. (dpa)

Ohne Maske: Pete Carroll von den Seattle Seahawks wird bestraft. (Foto: Keystone)

Eishockey: Tampa Bay gleicht im Stanley-Cup-Final aus

Die Tampa Bay Lightning haben die Stanley-Cup-Finalserie der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL ausgeglichen. Das Team aus Florida gewann am Montag Spiel zwei der Serie gegen die Dallas Stars 3:2. Dabei erzielten die Lightning ihre drei Treffer innerhalb von vier Minuten. Brayden Point (12.) und Ondrej Palat (15.) im Power-Play sowie Kevin Shattenkirk (16.) mit einem Schuss von der blauen Linie überwanden den in den Playoffs und Spiel eins überragenden Stars-Torhüter Anton Chudobin. In Spiel drei am Mittwoch (Ortszeit) hoffen die Lightning auf einen zusätzlichen Schub durch ihren Kapitän Steven Stamkos, der nach über einem halben Jahr Verletzungspause kurz vor seinem Comeback steht. (dpa)

Tennis: Djokovic gewinnt mit Mühe in Rom

Kürt sich zum ältesten Turnier-Sieger in Rom: Novak Djokovic. Foto: Keystone

Im Final des 1000er-Master-Turniers in Rom heisst der Sieger Novak Djokovic. Der Serbe setzt sich in zwei Sätzen 7:5, 6:3 gegen den Argentinier Diego Schwartzman durch. Dabei hatte die Partie alles andere als gut für die Weltnummer-Eins begonnen, die rasch mit Doppelbreak im ersten Satz in Rückstand geriet. Doch bei schwierigen, weil regnerischen Bedingungen, setzte sich Djokovic letztendlich verdient gegen die Nummer 15 der Weltrangliste durch, die zuvor im Turnier Rafael Nadal ausgeschaltet hatte. (erh)

Der Punkt zum Turniersieg von Djokovic
Novak Djokovic schlägt den Argentinier Diego Schwartzman in zwei Sätzen und zeigt sich vor dem French Open in guter Verfassung. (Video: SRF)
Eishockey: NHL-Profi für GCK Lions

Der 22-jährige Flügel Tyler Benson verstärkt ab sofort die GCK Lions. Der Kanadier, der einen Entry-Level-Vertrag mit den Edmonton Oilers bis 2021 besitzt, hat schon sieben Mal in der NHL gespielt.

Aufgrund der längerdauernden Verletzung von Ausländer Teemu Rautiainen (verletzt bis Ende Jahr) und dem verspäteten Saisonstart der NHL und AHL in Nordamerika, konnte mit den Edmonton Oilers vereinbart werden, dass Benson voraussichtlich bis Ende Jahr für die GCK Lions im Einsatz stehen wird – je nach Saisonstart in NHL/AHL.

In der NHL kam der Zweitrunden-Draft der Oilers von 2016 bisher siebenmal zum Einsatz, in der AHL für die Bakersfield Condors 130-mal (112 Skorerpunkte). Mit Kanadas U18 gewann Benson 2015 WM-Bronze.

GCK-Sportchef Patrick Hager: «Tyler ist ein junger ehrgeiziger Spieler mit viel Spielverständnis und guten Skorerqualitäten. Zudem verkörpert er Leidenschaft, Speed und Dynamik. Alles Merkmale, die wir tagtäglich versuchen unseren eigenen jungen Spielern beizubringen.»

American Football: NFL-Stars früh verletzt

Schon nach dem zweiten Spieltag der NFL-Saison haben manche Teams grosse Verletzungssorgen bei Star-Spielern. Besonders hart traf es den Super-Bowl-Finalisten: Die San Francisco 49ers beklagen nach dem 31:13 gegen die New York Jets am Sonntag den Ausfall von Quarterback Jimmy Garoppolo, Star-Verteidiger Nick Bosa, Runningback Raheem Mostert und dessen Vertreter Tevin Colmann sowie Solomon Thomas.

Die New York Giants verloren nicht nur 13:17 gegen die Chicago Bears, sondern auch Runningback Saquon Barkley. Das Team bestätigte am Montag den Verdacht auf einen Kreuzbandriss und kündigte eine baldige Operation an. Ähnlich schwer getroffen sind die Carolina Panthers durch die Verletzung von Christian McCaffrey. Der Runningback und beste Spieler des Teams fällt absehbar mehrere Wochen aus. Er verletzte sich bei der Niederlage gegen die Tampa Bay Buccaneers.

Bei den Denver Broncos verletzte sich Receiver Courtland Sutton am Kreuzband und kann auf absehbare Zeit kein Football spielen, wie US-Medien am Montag berichteten. Die Broncos hatten während der Partie gegen die Pittsburgh Steelers am Sonntag bereits Quarterback Drew Lock durch eine Schulterverletzung verloren, der wohl mehrere Wochen nicht spielen kann. (dpa)

Tennis: Spielerin bei French Open positiv auf Corona getestet

Beim French Open der Tennisprofis hat es einen weiteren positiven Corona-Fall gegeben. Eine Spielerin, die an der an diesem Dienstag beginnenden Qualifikation der Damen teilnehmen wollte, sei positiv auf Covid-19 getestet worden, teilten die Veranstalter am Montagabend mit. Bereits am Sonntag hatten die Macher des Grand-Slam-Turniers in Paris zwei positive Fälle bei männlichen Spielern öffentlich gemacht. Zudem waren drei weitere Spieler ausgeschlossen worden, weil sie in engem Kontakt mit einem positiv getesteten Trainer waren. Alle Betroffenen müssen sich nun für sieben Tage in Quarantäne begeben. Namen nannten die Veranstalter nicht.

Die Hauptfeldspiele beim French Open beginnen am Sonntag. Wegen der Coronavirus-Pandemie war die Veranstaltung aus dem Mai in den Herbst verlegt worden. Trotz der weiter stark ansteigenden Corona-Zahlen in Frankreich wollen die Veranstalter nach wie vor Zuschauer auf die Anlage im Stade Roland Garros lassen. Aktuell planen die Organisatoren mit 5000 Tennis-Fans pro Tag. (dpa)

Fussball: Rakitic beendet Karriere im Nationalteam

van Rakitic hat seine Karriere im kroatischen Nationalteam beendet. Das gab der 32-Jährige auf der Internetseite von Kroatiens Fussball-Verband HNS am Montag bekannt. Dies sei die schwierigste Entscheidung seiner Laufbahn, sagte der kürzlich vom FC Barcelona zum FC Sevilla zurückgekehrte Profi. Der in der Schweiz geborene Rakitic absolvierte 106 Partien für Kroatien und wurde mit dem Nationalteam Vize-Weltmeister 2018. In der Bundesliga spielte er von 2007 bis 2011 für den FC Schalke 04. (dpa)

Wird nicht länger das Trikot Kroatiens tragen: Ivan Rakitic. Foto: Keystone

Fussball: City-Spieler Gündogan positiv auf Corona getestet

Der deutsche Fussball-Nationalspieler Ilkay Gündogan von Manchester City ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der englische Vizemeister am Montag mit. Der 29-Jährige befolgt nach Angaben des Vereins nun die Corona-Richtlinien der Premier League und der britischen Regierung und befindet sich in einer zehntägigen Selbstisolation. «Jeder im Club wünscht Ilkay eine schnelle Genesung», hiess es in der Mitteilung. Weitere Angaben machte der Verein von Trainer Pep Guardiola nicht. Gündogan fehlte City damit auch am Montagabend im Gastspiel bei den Wolverhampton Wanderers. (dpa)

Tennis: Halep gewinnt in Rom

Die Weltranglisten-Zweite Simona Halep hat das Turnier in Rom gewonnen. Die Rumänin profitierte am Montag von der verletzungsbedingten Aufgabe von Titelverteidigerin Karolina Pliskova. Die Tschechin musste im Finale des Masters-1000-Events beim Stand von 6:0, 2:1 für Halep wegen Rückenproblemen passen.

Für Halep war es der zweite Titelgewinn seit dem Neu-Start nach der Corona-Pause. Zuvor hatte die 28-Jährige bereits das Turnier in Prag gewonnen. Auf eine Teilnahme am US Open in New York hatte sie danach verzichtet. Bei dem am Sonntag beginnenden French Open geht sie nun als eine der Favoritinnen an den Start. (dpa)

Extremsport: Schweizer Ultracyclerin schafft die Sensation

Die Schweizer Ultracyclerin Nicole Reist schaffte am Sonntag Historisches: Sie liess beim italienischen Nonstop-Radrennen Adriatic Cycling Marathon alle Männer hinter sich und gewann. Und: Als erste Frau überhaupt holte sich die 36-Jährige in 43 Stunden und 54 Minuten über 1200 Kilometer und 7000 Höhenmeter einen Sieg an einem Ultracycling-Rennen.

Dabei sah es am Anfang gar nicht gut aus. In der ersten Nacht übersah sie nämlich Bahngleise und stürzte. Doch sie konnte weiterfahren, holte wieder auf und gewann schliesslich. Im Ziel war Reist stolz: «Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg.» Und: «Trotz dem Sturz habe ich alles aus mir herausgeholt.» (nih)

Fussball: Debüt mit 41 Jahren – spanischer Goalie schreibt Geschichte

An diesen Tag wird Alberto Cifuentes wohl noch lange Zeit denken. Schliesslich hat der Spanier Fussball-Geschichte geschrieben. Der Captain des FC Cadiz kam beim 2:0-Sieg beim SD Huesca mit exakt 41 Jahren und 114 Tagen zum ersten Erstliga-Einsatz seiner Karriere. Ein älterer Profi debütierte noch nie in dieser Liga. Nach dem Spiel ist Cifuentes sichtlich stolz. «Ich habe meine ganze Karriere darauf hingearbeitet. Jetzt sieht man, dass man trotz eines höheren Alters im Sport noch wichtige Ziele erreichen kann», sagte er.

Alberto Cifuentes sorgte für einen Rekord. (Foto: Keystone)

Formel 1: Rennen auf dem Nürburgring mit 20 000 Zuschauern

Für das Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring Mitte Oktober sind 20 000 Zuschauer zugelassen. Das teilte die Kreisverwaltung Ahrweiler als zuständige Gesundheitsbehörde am Montag mit. Das Formel-1-Wochenende vom 9. bis zum 11. Oktober ist das erste Gastspiel der Motorsport-Königsklasse in der Eifel seit sieben Jahren. «Wenn am 11. Oktober der Titel «Grosser Preis der Eifel» verliehen wird, ist das weit über die Grenzen des Motorsports hinaus eine Werbung für die Eifel, in der die Formel 1 auch ein Stück Identität ist», teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit. (dpa)

20 000 Zuschauer werden den Formel-1-Piloten zuschauen. (Foto: Keystone)