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24. Meistertitel für Bayern München

Der FC Bayern München sichert sich dank dem 3:1-Sieg in Berlin in Rekordzeit seinen 24. Meistertitel. So früh, nach 27 Runden, hat in 51 Bundesliga-Jahren noch nie eine Mannschaft den Titel geholt.

Die Bayern waren schon vor dem Anpfiff auf Meisterjubel eingerichtet. Der Rekordmeister trat die Reise nach Berlin nicht mit dem üblichen 18-Mann-Kader an, sondern mit dem kompletten Spielerkader. "In dem Moment, in dem wir die Meisterschaft gewinnen, müssen wir auch feiern", hatte Trainer Pep Guardiola diesen Entscheid begründet. Es hätte aus Berliner Sicht schon ein (Fussball-)Wunder gebraucht, um die Bayern-Party zu verhindern. Der seit vier Spielen sieglose Aufsteiger lag bereits nach einer Viertelstunde mit 0:2 in Rückstand. Toni Kroos und der nicht gerade als "Kopfball-Ungeheuer" bekannte Mario Götze per Kopf lenkten die Partie bereits früh in die gewünschte Bahnen. Bereits im Hinspiel (3:2) hatte der vor der Saison für 37 Millionen Euro verpflichtete Offensivspieler ein Kopfballtor erzielt. Damals, vor rund sechs Monaten, war es Götzes erstes Bundesliga-Tor im Trikot der Bayern sowie sein zweites per Kopf überhaupt gewesen.

In der 66. Minute verkürzte Adrian Ramos per Foulpenalty auf das zwischenzeitliche 1:2. Einzig Berlins Topskorer könnte (Ende Saison) noch den kleinen Partyschreck spielen. Der Kolumbianer verkürzte mit seinem 16. Saisontreffer den Rückstand in der Torjägerliste auf Bayerns Toptorjäger Mario Mandzukic auf einen Treffer.

Aber Ramos' Treffer hatte nichts mehr mit dem Ausgang der Meisterschaft zu tun. Nach einem sehenswerten Solo bediente Götze Franck Ribéry, der mit einem ebenso sehenswerten Lupfer das 3:1 erzielte und damit den Schlusspunkt unter die schnellste Titelentscheidung in der Bundesliga setzte. Erst im vergangenen Jahr hatten die Bayern mit dem Titelgewinn am 28. Spieltag die früheste Meisterschaft gefeiert. Für Guardiola war der erste nationale Titelgewinn von riesiger Bedeutung. "Die Meisterschaft ist der wichtigste Titel. Wenn du Meister wirst, ist es auf jeden Fall eine gute Saison", sagte der 43-jährige Spanier.

Das 144. Revier-Derby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 endete torlos. Trotz grosser Überlegenheit und hochkarätiger Chancen kam Borussia Dortmund nicht über ein 0:0 gegen den Erzrivalen hinaus und verpasste damit die Möglichkeit, den ärgsten Verfolger zu distanzieren. Der BVB liegt als Zweiter einen Punkt vor den Schalker.

Im unteren Tabellendrittel kassierte Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg eine 1:3-Heimniederlage. Schlusslicht Eintracht Braunschweig setzte sich gegen den FSV Mainz 05 mit 3:1 durch.

Telegramme:

Borussia Dortmund - Schalke 0:0 (0:0). - 77'600 Zuschauer (ausverkauft).

Werder Bremen - Wolfsburg 1:3 (1:2). - 37'270 Zuschauer. - Tore: 2. Prödl (Eigentor) 0:1. 10. Perisic 0:2. 17. Prödl 1:2. 80. Arnold 1:3. - Bemerkungen: Wolfsburg mit Rodriguez, Klose und bis 45. mit Benaglio (verletzt ausgeschieden).

Eintracht Braunschweig - Mainz 3:1 (1:0). - 23'200 Zuschauer (ausverkauft). - Tore: 19. Kumbela 1:0. 21. Müller 1:1. 45. Nielsen 2:1. 77. Kumbela 3:1. - Bemerkung: Braunschweig ab 88. mit Ademi.

Hertha Berlin - Bayern München 1:3 (0:2). - 76'197 Zuschauer (ausverkauft). - Tore: 7. Kroos 0:1. 14. Götze 0:2. 66. Ramos (Foulpenalty) 2:1. 79. Ribéry 1:3. - Bemerkungen: Hertha Berlin ohne Lustenberger (verletzt), Bayern ohne Shaqiri (Ersatz).

Rangliste: 1. Bayern München 27/77. 2. Borussia Dortmund 27/52. 3. Schalke 04 27/51. 4. Bayer Leverkusen 26/44. 5. Wolfsburg 27/44. 6. Borussia Mönchengladbach 26/42. 7. Mainz 27/41. 8. Augsburg 26/39. 9. Hertha Berlin 27/36. 10. Hoffenheim 26/32. 11. Hannover 96 26/29. 12. Eintracht Frankfurt 26/29. 13. Werder Bremen 27/29. 14. SC Freiburg 26/25. 15. VfB Stuttgart 26/24. 16. Hamburger SV 26/23. 17. Nürnberg 26/23. 18. Eintracht Braunschweig 27/21.

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