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Abfahrts-Dominatorinnen vor WM-Entscheidung in der Bredouille

Die WM-Abfahrt am Sonntag in Garmisch hatte sich als Duell zwischen Lindsey Vonn und Maria Riesch angekündigt. Wegen deren körperlicher Probleme scheint nun aber jeder Ausgang möglich.

Eine Hauptrolle im Kampf um die Medaillen wäre aus Schweizer Sicht neben Dominique Gisin Lara Gut zugedacht. Allerdings wird auch die Tessinerin, wenn überhaupt, nicht in bester Verfassung antreten können. Bei ihrem Sturz im Slalom der Super-Kombination zog sie sich eine Zerrung des Innenbandes am linken Kniegelenk zu. Der Entscheid über die Teilnahme der 19-Jährigen fällt zu einem späteren Zeitpunkt, wohl nach dem Einfahren am Renntag.

Der 28. Februar 2009 hat beinahe schon historischen Charakter. In jener Weltcup-Abfahrt in Bansko (Bul) hat die Siegerin zum bislang letzten Mal weder Lindsey Vonn noch Maria Riesch geheissen. Gewonnen wurde das Rennen von der Österreicherin Andrea Fischbacher. In den 14 Prüfungen seither in dieser Disziplin triumphierte die Amerikanerin neun-, die Deutsche fünfmal. In diesem Winter hat sich das Kräfteverhältnis der beiden Freundinnen etwas zugunsten von Maria Riesch verschoben; sie hat mit 3:2 Siegen knapp die Nase vorne.

Sollten die gesundheitlichen Probleme des dominierenden Duos anhalten, verkommt diese Überlegenheit zur Makulatur und wird die Ausgangslage für die WM-Prüfung am Sonntag eine andere sein. Das Abschneiden in der Abfahrt im Rahmen der Super-Kombination hat gezeigt, dass sich selbst die Besten nur zu behaupten vermögen, wenn die physischen Voraussetzungen zu 100 Prozent gegeben sind.

Ganz andere Erkenntnisse hat die Kombinations-Abfahrt Dominique Gisin und Lara Gut gebracht. Die beiden haben bewiesen, dass sie bereit sind, im Kampf um die Medaillen ein gewichtiges Wort mitzureden - körperliche Schwächen der Konkurrenz hin oder her. Im Fall von Lara Gut gesellt sich die Hoffnung dazu, dass ihre eigene Fitness für den Start am Sonntag ausreichend sein wird.

Nicht mit vollem Optimismus wird auch Fabienne Suter ihrem dritten Start an diesen Titelkämpfen entgegenblicken. Der körperlich und mental müden Schwyzerin gelang am Freitag abermals keine Fahrt, die ihren Wünschen entsprach. Im Slalom am Nachmittag trat sie erst gar nicht mehr an, um sich vollends auf die Abfahrt konzentrieren zu können. Nadja Kamer, die das Schweizer Quartett komplettiert, wird die Wetterentwicklung mit Interesse verfolgt haben. Die angestiegenen Temperaturen haben die Piste etwas aufgeweicht und dadurch Bedingungen geschaffen, die der zweiten Vertreterin aus dem Kanton Schwyz mehr zusagen.

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