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Arrivederci Ticino und ein Quartett für die Romandie?

Verschwindet der Tessin aus der Axpo Super League und spielen in der nächsten Saison vier Klubs aus der Romandie auf höchstem nationalen Niveau? Diese Frage wird in der Barrage geklärt.

Heute Samstag empfängt Bellinzona den Challenge-League-Zweiten Servette zum Hinspiel.

Bellinzona hat den Kopf im letzten Moment aus der Schlinge gezogen. Nachdem der "Granata" unter dem italienischen Trainer Carlo Tebi kein einziger Sieg gelungen war, zog Präsident Gabriele Giulini vor der entscheidenden Mittwochs-Runde die Reissleine. Per Handschlag vereinbarte er mit Martin Andermatt, dass dieser für die Partie gegen die Grasshoppers als "Feuerwehrmann" einspringt. Der Zuger Coach machte seine Sache gut, indem er gegen seinen Ex-Arbeitgeber einen 2:0-Heimsieg holte, der immerhin den direkten Fall in die Zweitklassigkeit verhinderte. Nun soll Andermatt à la Lucien Favre die "Mission Ligaerhalt" erfolgreich zu Ende führen.

Das oberklassige Bellinzona ist allerdings nicht zwingend zu favorisieren. Der Verein aus der Region Sopraceneri steckte zuletzt in der Krise. Der Abstiegskampf mit dem "Fall Laperrière" kostete Nerven, derweil Gegner Servette in der Challenge League mit Siebenmeilenstiefeln Richtung Spitze stürmte. Von den vergangenen neun Partien konnten die Genfer deren acht gewinnen (davon sechs zu Null). Das Torverhältnis aus dieser Phase beträgt 32:6.

Servette stellte statistisch sowohl die gefährlichste Offensive als auch die beste Abwehr der Liga. Vor allem im Angriff hat der portugiesische Trainer-Fuchs Joao Alves diverse Alternativen. In den Top 25 der Challenge-League-Torschützenliste finden sich gleich fünf Servette-Profis. Der produktivste "Grenat", der Brasilianer Eudis (ex FCZ und YB), ist nach zwei Spielsperren wieder einsatzberechtigt. Dafür wird Julian Esteban fehlen. Der frühere Schweizer Nachwuchs-Internationale, der sich einst beim Ligue-1-Klub Rennes nicht durchgesetzt hatte, laboriert nach klarem Aufwärtstrend an einer Muskel-Verletzung.

Auf der Gegenseite ist noch offen, ob Bellinzona heute Samstag im heimischen Comunale (Anpfiff 18 Uhr) auf seinen wichtigsten Akteur zählen kann. Captain und Goalgetter Mauro Lustrinelli müsste eigentlich noch eine Sperre verbüssen, gegen diese Sanktion wurde aber Rekurs eingelegt. Möglicherweise ist "Lustrigol" erst am Dienstag beim Rückspiel im Stade de Genève zum Zuschauen verdammt.

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