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Barcelona und Manchester spielen um die europäische Krone

Mit dem Kräftemessen zwischen dem FC Barcelona und Manchester United im Champions-League-Final von London (20.45 Uhr) endet heute Abend die internationale Fussball-Saison auf bestmögliche Weise.

Das Wembley, wo sie einst ihren ersten Pokal im Meistercup in die Höhe stemmen durften (Barcelona 1992, Manchester 1968), bietet den Champions aus Spanien und England jene Bühne, die sie sich für das wichtigste Spiel des Jahres 2011 redlich verdienen. Der Gewinner darf sich zum vierten Mal in seiner Vereinsgeschichte offiziell bestes Klubteam des Kontinents nennen.

Zum elften Mal stehen sich Barcelona und Manchester United im Europacup gegenüber, jeweils drei Siege resultierten für jedes Team. An das letzte Aufeinandertreffen erinnert sich besonders in Manchester niemand wirklich gerne. Trotz überfallartigem Start kassierte der englische Rekordmeister am 27. Mai 2009 in Rom in der 10. Minute durch Samuel Eto'o das 0:1, in der 70. durch einen Kopfball (!) von Lionel Messi das 0:2 und verlor am Ende das zweite Finalduell mit Barcelona.

In London treffen nicht nur die verdient in den Final vorgestossenen Mannschaften, sondern auch zwei völlig unterschiedlich ausgerichtete Trainer aufeinander. Der 40-jährige Pep Guardiola hat Barcelonas Entwicklung zum "Dream Team" mit Trainer Johan Cruyff als Spieler miterlebt. Auch seine Philosophie beruht folglich auf Ballbesitz (im Saisonschnitt 62 Prozent), Tempowechseln, schnellen Pässen, drei "Spielmachern" (im Normalfall Piqué in der Abwehr, Xavi im Mittelfeld, Messi im Sturm) und andauernden Positionswechseln auf dem Flügel. Mit Wettbewerbs-Topskorer Messi steht der Torschütze von sagenhaften 52 Saisontoren, elf davon in der Champions League, in den Reihen der leicht favorisierten Katalanen, die in London ihr siebtes Finalspiel im wichtigsten Klubwettbewerb bestreiten.

Sir Alex Ferguson, 29 Jahre älter als Guardiola und 1999 von der Queen zum Ritter geschlagen, setzt als puren Kontrast zu Barcelonas äusserst gepflegtem Stil auf grosse, kräftige Innenverteidiger wie Vidic und Ferdinand. Und robuste Mittelfeldspieler, die mit überraschenden Zuspielen in die Tiefe ihre stürmenden Kollegen lancieren sollen. Der Mexikaner Javier "Chicharito" Hernandez (wettbewerbsübergreifend 20 Tore) hat sich überzeugend schnell an das Niveau ausserhalb seiner Heimat gewöhnt, Wayne Rooneys Qualitäten sind hinlänglich bekannt und mit Dimitar Berbatov wird der Torschützenkönig der Premier League (20) zu Beginn aller Voraussicht nach nur auf der Bank sitzen.

Wembley, London. - 20.45 Uhr (live/SF zwei). - SR Kassai (Un).

Mögliche Aufstellungen:

FC Barcelona: Valdes; Alves, Piqué, Puyol, Abidal; Busquets, Xavi, Iniesta; Pedro, Messi, Villa.

Manchester United: Van der Sar; Fabio, Ferdinand, Vidic, Evra; Valencia, Carrick, Giggs, Park; Rooney, Hernandez.

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