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Bin Hammam zog Kandidatur für FIFA-Präsidentenwahl zurück

Mohamed bin Hammam hat wenige Stunden vor der Anhörung durch die FIFA-Ethikkommission überraschend seine Kandidatur für die Wahl zum Präsidenten des Weltverbandes FIFA zurückgezogen.

Der Präsident des asiatischen Fussballverbandes wollte am Mittwoch auf dem FIFA-Kongress gegen den Amtsinhaber Sepp Blatter antreten. Die Ethikkommission ermittelt wegen des Verdachts der Bestechung gegen den 62-jährigen Katarer.

Die jüngsten Ereignisse hätten ihn "verletzt und enttäuscht" zurückgelassen, schrieb Bin Hammam auf seiner Internetseite. Trotz des Verzichts auf seine Kandidatur werde er am Sonntag vor der Ethikkommission in Zürich erscheinen, "um meinen Namen von den haltlosen Anschuldigungen, die gegen mich gemacht wurden, reinzuwaschen". Wie Bin Hammam müssen auch Blatter und FIFA-Vizepräsident Jack Warner aussagen.

"Ich kann nicht zulassen, dass der Name, den ich geliebt habe (die FIFA, Anm.), mehr und mehr in den Schmutz gezogen wird wegen des Wettbewerbs zwischen zwei Einzelpersonen. Das Spiel und die Menschen, die es lieben auf der ganzen Welt, müssen an erster Stelle kommen", begründete Bin Hammam seinen Rückzug im Wahlkampf, der zuletzt immer schmutziger geworden war.

Seinem Rivalen Blatter hatte er zuletzt vorgeworfen, von angeblichen Zahlungen an FIFA-Mitglieder aus der Karibik gewusst, aber nichts dagegen unternommen zu haben. Dabei bezog sich Bin Hammam auf Anschuldigungen, die gegen ihn selbst gerichtet waren und die er weiter zurückweist. Der Katarer soll gemeinsam mit Jack Warner versucht haben, zur Erhöhung seiner Wahlchancen Stimmen der karibischen Funktionäre für die Präsidentenwahl zu kaufen.

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