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Challenge-League-Auftakt heute mit Lugano - Brühl

In der Saison 2011/2012 der Challenge League gibt es Gerangel allenthalben.

Vier bis fünf Teams streben den Aufstieg an, die übrigen Klubs kämpfen um einen der verbleibenden Plätze in der neuen Zehnerliga (ab 2012/2013).

Am Ende der Meisterschaft, die heute Freitag mit den Partien Kriens - Biel und Lugano - Brühl beginnt, steigen sechs Mannschaften ab. Die Liga wird auf zehn Klubs reduziert. Das wird die Vereine auf Trab halten. Zwischen Aufstiegshoffnung und Relegationsangst liegt womöglich ein schmaler Grat. Das Gros im 16er-Feld spricht vor der Saison daher vom Ligaerhalt.

Auch der Aufsteiger Brühl will die Klasse halten, weiss aber, dass "ein Abstieg kein Drama" wäre, wie es offiziell heisst. Der St. Galler Verein behält seinen Amateurbetrieb in der Challenge League bei. Auch Trainer Erik Regtop und Verteidiger Marc Zellweger (beide ex St. Gallen) sind nicht Profis. Das Budget wurde zwar verdoppelt - es übersteigt 1 Million aber trotzdem nicht.

Am anderen, oberen Ende der Skala wird der zweite (ungleich grössere) St. Galler Klub eingestuft. Der Absteiger FC St. Gallen sieht seinen Platz in der Axpo Super League. Der Aufstieg ist absolute Pflicht, das legten die Verantwortlichen schon Ende Mai, am Tag nach der Relegation, unmissverständlich fest. Das Budget für die 1. Mannschaft wurde nur um 1 Million auf rund 5,5 Millionen nach unten angepasst. Mittelfristig will sich St. Gallen in der höchsten Spielklasse etablieren und dort um die Europacup-Plätze spielen.

St. Gallen ist auf dem Papier der Top-Favorit, auch wenn Fabian Frei (Basel), José Gonçalves (Sion), Lukas Schenkel (Bellinzona) und Michael Lang (GC), vier Stammspieler, den Verein verliessen. Aber Führungsspieler wie Goalie Germano Vailati, der neue Captain Daniel Imhof oder die Mittelfeldspieler Oscar Scarione und Philipp Muntwiler konnten gehalten werden.

In der Super League scheiterte das Team von Coach Jeff Saibene vor allem an der schwachen offensiven Ausbeute. Mit der Verpflichtung von Franck Etoundi (Biel) und Bruno Valente (Schaffhausen) hat sich der FCSG im Angriff (für Challenge-League-Verhältnisse) sinnvoll verstärkt. Die beiden erzielten in der letzten Saison zusammen 29 Tore.

Die ambitioniertesten Konkurrenten St. Gallens kommen aus dem Tessin. Absteiger Bellinzona und Dauer-Challenge-League-Favorit Lugano streben wieder nach oben. Bellinzona wird dabei höher gehandelt. Zwar verzeichneten die Hauptstädter - für einen Absteiger nicht ungewöhnlich - viele Mutationen. 12 Spieler kamen, 16 gingen, doch die Routiniers Gürkan Sermeter, Pavel Pergl, Andrea Conti und Alessandro Mangiarratti hielten Bellinzona trotzChallenge League die Treue. Sie sollen das ansonsten junge Team von Trainer Martin Andermatt führen, wenn möglich wieder zurück in die Eliteliga.

In Lugano besetzten die italienischen Mehrheitsaktionäre nach dem x-ten Scheitern im letzten Frühjahr fast alle wichtigen Positionen neu. Von der alten Crew blieb einzig Präsident Angelo Renzetti im Amt. Aber es gibt am Ufer des Ceresio einen neuen Technischen Direktor und mit Alessandro Pane (zuletzt Ascoli und La Spezia) auch einen neuen Trainer.

Der Aufwand in Lugano soll nur unwesentlich tiefer sein als in St. Gallen. Doch Beobachter zweifeln an der Qualität der Mannschaft. Einige bekannte Spieler haben das Tessin verlassen (Montandon, Hodzic, Fejzulahi, Schürpf, Staubli, Afonso), die Neuen sind weitgehend unbekannt. Sie kommen, wie im Tessin üblich, aus unteren Ligen Italiens.

Einen Sonderstatus hat der FC Vaduz. Noch ist nicht klar, welche Bedeutung die Resultate für die Liechtensteiner haben. Im Moment haben sie keine Spielbewilligung für die Swiss Football League für die Saison 2012/2013. Der Vertrag mit der SFL läuft Ende Saison aus. Ein Antrag auf Verlängerung wurde zuletzt abgewiesen.

Nun soll die Angelegenheit auf Verbandsebene behandelt werden. Einen nächsten Vorstoss macht Vaduz gemeinsam mit dem liechtensteinischen Verband, der im Rahmen des Testländerspiels gegen die Schweiz in Vaduz (10. August) mit der SFV-Spitze das Gespräch sucht. Letztlich wird sich Vaduz wohl teuer in die SFL einkaufen müssen, zumal ab 2012 dank dem neuen TV-Vertrag ungleich mehr Geld zu verdienen ist. Der Klub hat sich aber bereits abgesichert, falls es für ihn keine Zukunft im Schweizer Profi-Fussball geben sollte. Die Verträge der Spieler laufen Ende Saison aus.

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