Zum Hauptinhalt springen

Cupfinal in Basel mit klarer Rollenverteilung

Lausanne-Sport steht erstmals seit zehn Jahren wieder in einem Cupfinal. Selten war ein Finalist derart krass Aussenseiter. Doch die Waadtländer glauben an ihre Chance.

Hier der grosse FC Basel, Kandidat auf den Schweizer Meistertitel. Dort das kleine Lausanne-Sport, derzeit lediglich die Nummer 11 in der Challenge League. Hier Thorsten Fink, ehemaliger Spieler von Bayern München und Champions-League-Sieger, dort Arpad Soos, schweizerisch-ungarischer Doppelbürger, der in Lausanne erst vor knapp zwei Monaten vom U18- zum Cheftrainer aufstieg.

Es liegen Welten zwischen den beiden Finalisten. Lausannes letzte Glanzzeiten sind schon länger vorbei. Von 1998 bis 2000 standen die Waadtländer dreimal in Folge im Cupfinal und gewannen zweimal. Soos ist sich der krassen Aussenseiter-Rolle seines Teams durchaus bewusst: "Wir werden versuchen, einen Exploit zu realisieren. Aber Basel wird uns nicht unterschätzen."

Für ihn ist der Cupfinal ein Erlebnis, ganz egal, wer der Gegner ist. Ob auf der Gegenseite nun die National-Stürmer Alex Frei und Marco Streller spielen können, ist ihm daher nicht sonderlich wichtig. "Wir kennen die Qualitäten der beiden Spieler. Natürlich wäre es schön, auch im Hinblick auf die WM in Südafrika, dass beide so schnell wie möglich fit sind. Aber mit oder ohne verletzte Basler, wir werden am Sonntag in der Abwehr sicherlich genug zu tun bekommen."

Während es in der Meisterschaft für die Lausanner nur harzig läuft, haben sie sich im Schweizer Cup zum regelrechten Riesentöter entwickelt. Im Achtelfinal musste Challenge-League-Leader Lugano daran glauben, im Viertelfinal ASL-Leader Young Boys und im Halbfinal der FC St. Gallen. Und alle Teams wurden auswärts bezwungen. "Gegen Basel im St. Jakob-Park den Final zu bestreiten ist natürlich kein Geschenk. Aber wir haben gezeigt, dass wir in der Lage sind, Super-League-Klubs in ihrem Stadion zu bezwingen. Wenn wir furchtlos auftreten, das nötige Glück auf unserer Seite haben und der Fussball-Gott uns freundlich gesinnt ist, dann können wir dieses Spiel auch gewinnen."

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch