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Damjanovic gilt als Drahtzieher

Im europaweiten Wettskandal, in den mit Gossau, Thun, Wil und Schaffhausen vier Challenge-League-Klubs verwickelt sind, gab es in der Schweiz offenbar zwei Kernzellen, wie der "Tages-Anzeiger" am Mittwoch schrieb.

Eine davon war vor allem in der Ostschweiz tätig, Triebfeder war Darko Damjanovic, der in der letzten Saison noch Stammkeeper von Gossau war. Seit Sommer 2009 spielt der in Bosnien-Herzegowina geborene Goalie für den interregionalen Zweitligisten FC Linth 04. Als gegen Ende des letzten Jahres die Vorwürfe der Spielmanipulation gegen Damjanovic immer lauter wurden, tauchte er plötzlich ab. Er halte sich wegen eines Todesfalles in Serbien auf, hiess es damals, für die Glarner Klubverantwortlichen war er nicht erreich- und auffindbar.

Tatsache ist mittlerweile, dass Damjanovic, der mutmassliche Chef der Ostschweizer Wett(er)-Kernzelle, in Untersuchungshaft sass. Als ihn ein Journalist der "Südostschweiz" Ende Januar darauf ansprach, sagte der Goalie wörtlich: "Davon weiss ich nichts."

Im Gegensatz zu anderen Fällen, in denen Spieler geständig sind und suspendiert wurden (Blumer, Ikanovic, Fayé, Bigoni), darf Damjanovic aber weiterhin beim ambitionierten FC Linth 04 spielen. Der ferienhalber abwesende Präsident Erich Fischli mag nicht handeln, bevor er Akteneinsicht in die Verhörprotokolle hat. "Das Gesuch habe ich vor zehn Tagen gestellt", sagte Fischli.

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