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Die FCZ-Zukunft hat begonnen

Zürich bestreitet heute sein letztes Spiel des Jahres. In der Europa League gegen Vaslui (19 Uhr) geht es um einen positiven Abschluss des misslungenen Herbstes. Der FCZ ist bereits ausgeschieden.

Inklusive der Champions-League-Qualifikation hat das Team von Urs Fischer in neun Spielen nur ein einziges Mal (1:0 gegen Lüttich) gewonnen. In der Europa League spielte der Zweite der letzten ASL-Saison keine Rolle und ist frühzeitig ausgeschieden. Das Torverhältnis von 3:8 ist der statistische Beleg des Scheiterns. Zürich ist im Plus-Tor-Ranking der 48 Teilnehmer an vorletzter Stelle klassiert - noch hinter den irischen Shamrock Rovers. Vaslui hingegen, im rumänischen Championat mittlerweile auf Platz 4 vorgestossen, würde die gleiche Punktzahl wie Lazio (gegen Leader Sporting) zur Qualifikation für die 1/16-Finals genügen.

Es ist unter den aktuellen Vorzeichen im Letzigrund mit einer Minikulisse zu rechnen. Zürichs Manager Fredy Bickel will sich über den womöglich trostlosen Rahmen keine Gedanken machen: "Mir ist das alles egal. Uns geht es darum, das Jahr mit einem positiven Ergebnis zu beschliessen. Nur das zählt." Es geht um die Begrenzung des (Image-)Schadens. Bickel ist bewusst, dass auch im Europacup "vieles unglücklich gelaufen ist".

Abdis Rückkehr?

Die Frage aufzuwerfen, ob der FCZ gegen Vaslui mit einer Equipe antritt, die bereits in der Winterpause erheblichen Veränderungen unterzogen wird, scheint berechtigt zu sein - zumal Präsident Ancillo Canepa ja immer von einer "rollenden Planung" zu sprechen pflegt. Bickel dementiert entsprechende Pläne: "Daran glaube ich nicht. Ich höre zwar auch immer von Anfragen. Konkrete Offerten liegen bei mir aber keine auf dem Pult."

Mit Personaldebatten muss sich der FCZ-Sportchef gleichwohl befassen - eine davon könnte Almen Abdi betreffen. Der frühere Regisseur ist beim Serie-A-Spitzenklub Udinese überzählig. Bickel schliesst eine Rückkehr nicht (mehr) aus und sendet ein deutliches Signal: "Für ihn sind die Türen offen. Wenn er kommen will und es finanziell machbar wäre, könnte man für ihn einen Platz freischaufeln." Abdi müsste aber wohl auf viel Geld verzichten - und ohne seinen Berater Dino Lamberti mit dem FCZ verhandeln. "Mit ihm setzen wir uns nicht an einen Tisch", stellt Bickel klar.

Auf der Goalieposition zeichnet sich ab, dass Zürich den Vertrag mit der italienischen Nummer 2 Andrea Guatelli verlängern wird. Stammkeeper Johnny Leoni hingegen liess beide Fristen Zürichs verstreichen. Seine Ära dürfte im nächsten Sommer enden. Er ist offenkundig nicht gewillt, die Offerte des FCZ anzunehmen.

Die dritte Personalie betrifft Bickel selber. Sein Vertrag läuft nach acht Jahren aus. In seinem Fall ist mit einer Fortsetzung des Engagements beim FCZ zu rechnen. Regeln wird er seine Zukunft in Zürich spätestens bis zum 24. Dezember. Noch ist nichts unterschrieben. "Aber wir wollen ja eigentlich das Gleiche", schmunzelt Bickel. Es handelt sich deshalb wohl nur noch um eine Formsache.

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