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Domenico Criscito nicht an die EM

Domenico Criscito erhält im EM-Vorbereitungscamp des italienischen Nationalteams unangemeldeten Besuch - und später die Quittung dafür. Die Polizei durchsucht sein Zimmer.

Der Wettskandal in Italien hat am Pfingstmontag die "Squadra Azzurra" erreicht. Fünf Polizisten kamen, um im Zimmer von Criscito im Hauptquartier des Nationalteams in Coverciano den Durchsuchungsbefehl umzusetzen. Es wird vermutet, dass der 19-fache internationale von Zenit St. Petersburg während seiner Zeit bei Genoa (2002 bis 2004, 2006/07 und ab 2008 bis 2011) mit Wetten zu tun gehabt haben könnte.

Criscito musste am Montagmorgen das Training auslassen und in seinem Zimmer bleiben. Am frühen Nachmittag erfuhr der 25-Jährige, dass er nicht zum italienischen EM-Aufgebot gehören wird. Demetrio Albertini, der Delegierte des Nationalteams, teilte Reportern mit, man verzichte auf Criscitos Dienste, bis die Ermittlungen abgeschlossen seien. "Die EM ist nicht sein Hauptziel, er will seine Situation aufklären", sagte Albertini.

Ermittlungen gegen Conte

Ebenfalls in den Sog der Ermittlungen ist - wie 18 weitere Personen - Juves Meistertrainer Antonio Conte geraten. Gegen den 42-Jährigen wird wegen Sportbetrugs ermittelt. Contes Wohnung wurde von der Polizei durchsucht. Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft von Cremona wurden am frühen Montagmorgen zudem ehemalige oder aktive Profis vorläufig festgenommen. Unter ihnen ist Stefano Mauri, der Stürmer und Captain von Lazio Rom. Er soll Spiele manipuliert haben. Ausserdem soll es Kontakte zu Mitgliedern einer international agierenden kriminellen Organisation gegeben haben, denen Spielmanipulationen nachgesagt werden.

Ehemaliger Tessiner Goalie in U-Haft

Zu den 14 in Untersuchungshaft genommenen Personen gehört auch Matteo Gritti. Die untersuchten möglichen Vergehen des ehemaligen Goalies der Tessiner Vereine Lugano, Chiasso und Bellinzona sowie der Young Boys (Ersatzkeeper 2006/07) gehen offenbar auf dessen Zeit bei Albinoleffe in der Saison 2003/04 zurück. Zuletzt spielte Gritti in Rumänien bei Petrolul Ploiesti.

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