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Ernesto Bertarelli setzt die Segel

Statt wegen des endlosen juristischen Geplänkels vor Gericht Trübsal zu blasen, erfreut sich America's-Cup-Sieger Alinghi mit Patron Ernesto Bertarelli an seinem "Riesenbaby".

Alinghi 5, der gigantische Katamaran mit dem 50 m hohen Mast, entwickelt sich prächtig.

Bis jetzt läuft alles rund. Am Montag, knapp zwei Wochen nach der Einwasserung, setzte Alinghi 5 auf dem Genfersee erstmals die Segel. Ernesto Bertarelli liess es sich nicht nehmen, den Katamaran persönlich zu steuern. "Es war einer der besten Tage meines Lebens als Segler", schwärmt der Genfer. Die dritte America's-Cup-Kampagne ist für Bertarelli die bisher teuerste. Nicht nur, weil der Milliardär Millionen für Anwaltshonorare verpulvert, sondern auch, weil das Gezänk mit Larry Ellison, seinem Antipoden von BMW Oracle, die Sponsoren vertrieben hat. Neben dem Alinghi-Logo prangen nur der Schriftzug des wissenschaftlichen Partners École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) sowie das Label "Swiss made" auf dem neuen Boot.

Der Enthusiasmus der Alinghi-Cliqué ist hingegen ungebrochen gross, man scheint sich die Laune von den unsäglichen Streitereien nicht verderben zu lassen. Nachdem Alinghi auf dem Gelände der Werft in Villeneuve Spione von BMW Oracle in flagranti erwischt hatte, hängen am Absperrgitter der provisorischen Basis in Le Bouveret "Wanted"-Plakate von acht Exponenten aus dem gegnerischen Lager.

Für grosse Freude braucht es aber mehr als kleine Scherze. Zum Beispiel Erfolgserlebnisse wie die Tatsache, dass Alinghi 5 schon am ersten Tag "abhob". Denn unter fliegendem Rumpf, wenn einer der beiden Schwimmkörper komplett aus dem Wasser ragt, fängt der Spass beim Segeln auf einer solchen Rennmaschine erst richtig an. Unnötige Risiken geht die Crew -- an Bord befinden sich jeweils zwischen 18 und 20 Mann -- noch keine ein. Die Annäherung an das neue Vehikel erfolgt Schritt für Schritt, wobei das Team in den ersten Tagen schneller voran kam als erwartet.

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